![]() Die Katholische öffentliche Bücherei stellt sich vor:
Wir freuen uns, wenn Sie zum Leserkreis unserer Bücherei gehören Wir haben eine reiche Auswahl an Außerdem leihen wir folgende Zeitschriften aus: Allgemeines: Bei der Anmeldung wird ein Leserausweis ausgestellt. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre benötigen wir die schriftliche Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten. Mit der Unterschrift erfolgt die Anerkennung der Bücherei Benutzungsordnung. Die Ausleihe aller Medien ist kostenlos Bücher, Kassetten und CD´s können für einen Zeitraum von vier Wochen ausgeliehen werden. Sie können die Ausleihefrist einmal um weitere vier Wochen verlängern . Für Zeitschriften gilt eine Ausleihefrist von zwei Wochen ... wenn Sie einmal vergessen haben, Ihr Buch rechtzeitig wieder abzugeben, erinnern wir Sie an die Rückgabe. Hierfür berechnen wir eine Erinnerungsgebühr in Höhe der Portogebühren und 0,10 EUR pro Buch etc. und Woche. Aus der Geschichte der "Pfarrbücherei"Erste badische Volksbücherei - Hardheim schloss sich schon 1848 dem Borromäus-Verein anBericht in den Fränkischen Nachrichten von Redakteurin Ingrid Eirich Hardheim. Die Geschichte des Büchereiwesens in Hardheim kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Diese reicht viel weiter zurück als in den meisten anderen Gemeinden: Denn bereits 1848 nahmen - alten Berichten zufolge - der damalige Pfarrer Johann Michael Christophel und die Gemeinde Hardheim "gerne die Anregung auf, eine Volksbibliothek zur Belehrung und Unterhaltung des Volkes ins Leben zu rufen". "Es war", so berichtete am 8. Dezember 1948 die "Walldürner Zeitung" anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Borromäus-Vereins, "die erste badische Volksbücherei, die sich dem bereits im Jahre 1845 in Bonn gegründeten Borromäus-Verein anschloss. Dem Beispiel Hardheims folgten noch im selben Jahre Freiburg, später Heidelberg, Karlsruhe und andere Orte." Angeregt hatte die Gründung der bekannte Franz Josef Ritter von Buß, 1837 als jüngster Abgeordnete in den badischen Landtag gewählt, populärer Anführer und Wegbereiter der katholischen sozialen Bewegung in Deutschland und 1848 Präsident des ersten deutschen Katholikentages in Mainz. Dieser machte im Revolutionsjahr 1848 (4. November), von Würzburg kommend, in Tauberbischofsheim halt. Dort wurde er angefeindet, weil er in einer abendlichen Ansprache in der Kirche die Führer der revolutionären Bewegung "Wühler" genannt hatte. In der Nacht umstellten Anhänger der Revolution das Pfarrhaus. Es gelang Buß, dieses durch einen Hinterausgang zu verlassen. Kurze Zeit später traf er in Hardheim ein, wo er laut Zeitungsbericht von 1948 "herzlich und mit Begeisterung" aufgenommen wurde. "Seine sozialen und politischen Gedanken fanden im Erftal guten Anklang." Der Gründer des Hardheimer Borromäus-Vereins, Johann Michael Christophel (1838 bis 1851 Pfarrer in der Erftalgemeinde) war ein sehr sozial denkender und tatkräftiger Geistlicher. So gründete er beispielsweise 1857 in seiner Heimatstadt Walldürn das erzbischöfliche Kinderheim, welches er auch lange Jahre als "Kommissär" leitete. Am 8. Dezember 1948 feierte der Borromäus-Verein Hardheim sein 100-jähriges Bestehen im Rahmen einer Feierstunde um 19.30 Uhr in der Erftalhalle. Professor Englert aus Buchen hielt die Festrede. Der katholische Kirchenchor Hardheim unter der Leitung von Monsignore Bolik und das Rippien-Quartett gestalteten den Abend musikalisch. i.E. © Fränkische Nachrichten - 22.04.2006 |