Sakrament der Firmung in Hardheim von Bischof Emil Stehle gespendet / Vorbild in Jesus

    © Fränkische Nachrichten - 27.11.2006

    Hardheim/Buchen. Das Sakrament der Firmung als Vollendung der Taufe wurde in diesen Tagen einer Vielzahl junger katholischer Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis in festlich gestalteten Gottesdiensten gespendet. Durch dieses Sakrament sollen die Getauften vollkommener mit der Kirche verbunden werden.

    Der Heilige Geist wird als die Gabe Gottes angesehen, die den Getauften von innen her aufschließt für das, was Christus von diesem Menschen will. Der Heilige Geist fordert vom Gefirmten , für Christus offen Zeugnis abzulegen und zu handeln wie Christus.

    In Hardheim und in Schweinberg spendete Bischof Emil Stehle nach dem Taufbekenntnis der jungen Leute und dem Glaubensbekenntnis der gesamten Gemeinde das Sakrament der Firmung. Dabei streckte der Bischof die Hände über alle Firmlinge aus und rief den Heiligen Geist auf sie herab. Dann legte er jedem einzeln die Hand auf und zeichnete das Kreuz als Zeichen Christi auf die Stirn, sprach die Worte zur Firmung und salbte die Stirn mit Chrisam.

    Vorausgegangen war eine beeindruckende Feier der Heiligen Messe in Hardheim. Nach dem festlichen Einzug folgte die Begrüßung des Bischofs durch eine Sprecherin der Firmlinge. Sie wies darauf hin, was der Glaube an Jesus Christus bedeute und sah in der Firmung eine Stärkung im Glauben, die im Alltag weiter wirke und mit Hilfe des Heiligen Geistes bewahrt werden solle.

    In seiner Predigt machte der Bischof angetan vom beeindruckenden Bild mehrerer Konzelebranten des Gottesdienstes zunächst jungen Männern Mut zum Priesterberuf und übermittelte Grüße von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch. Zugleich sprach er von seiner Freude, in Hardheim zum zweiten Mal die Firmung spenden zu dürfen. Die Firmung stelle die Vollendung der Taufe dar.

    Er ging auf das Wirken von Jesus ein und betonte, dass dieser immer vom Vater und dem Heiligen Geist gesprochen habe, wenn er auf den Namen Gottes einging und dabei betonte, dass sie eins seien. So habe Jesus auch den Vater gebeten, dass er den Heiligen Geist sende, der von ihm und dem Vater ausgehe. So sei es Gott ganz, den die Firmanden bei der Firmung empfangen, betonte der Bischof, der den Baum als Beispiel aus der Natur zur Erklärung des dreieinigen Gottes wählte. Gleichzeitig sprach er von dem nach dem Bild Gottes geschaffenen und von diesem mit freiem Willen bedachten Menschen.

    Weiter beschäftigte sich der Bischof mit Gottes Beziehungen zum Menschen, da sie nach seinem Willen geschaffen wurden und Gott ihnen wohl gesinnt sei. Der Vater als Geber des Lebens wolle auch, dass solches Leben nie ende, auch wenn der Mensch sterbe. Denn mit dem Tod werde das Leben des Menschen nur umgestaltet, keineswegs führe das menschliche Leben in das Nichts, vielmehr solle das Vorbild im verklärten Jesus gesehen werden, der am Throne Gottes zur Rechten des Vaters sitze und für jeden Menschen eintrete, selbst wenn dieser Fehler gemacht habe.

    Auf jeden Fall sollten die jungen Leute nie vergessen, dass Jesus Christus als Mensch gewordener Sohn die Menschen errette. Daher sollten auch die Worte des Advents bedacht werden, mit denen der Hinweis auf die Notwendigkeit verbunden sei, dass der in Bethlehem Geborene in jedem Menschen wieder geboren werden solle, weil er sonst doch verloren gehe. Um dieses Ziel leichter erreichen zu können, werde die Firmung als Zeichen für die Kraft des Heiligen Geistes gespendet, betonte der Bischof. Der Bischof empfahl den jungen Menschen, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen, sich selbst in die Verantwortung für das Lebens zu nehmen und es im Glauben, in der Hoffnung und der Liebe zu führen. Die jungen Menschen sollten zu Gott stehen, dies vor den Menschen bekennen und diese Bereitschaft vor der Gemeinschaft der Gläubigen öffentlich bekennen. Nach dem festlichen Gottesdienst fand ein Empfang im Pfarrheim statt, wo auch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Bernhard Berberich Grußworte zur Firmung an den Bischof richtete. Z



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