121. Stiftungsfest der Kolpingfamilie Hardheim

    Kooperation mit der KF Erfeld / Ehrung langjähriger Mitglieder / Spende an den Krankenhaus-Förderverein Wichtige Größe im Leben der Gemeinde

    Hardheim. Reichhaltig und vielseitig war das Programm des 121. Stiftungsfestes der Kolpingfamilie Hardheim zusammen mit der Kolpingfamilie Erfeld am Mittwoch. Begonnen wurde mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche mit der Predigt von Präses Pfarrer Rudolf Hauck. Danach wurde das Festprogramm im Pfarrheim mit Ansprachen, einem Referat von Gunter Berberich zum Thema "Begegnung zwischen Hinduismus und Christentum - Bericht mit Lichtbildern über Studienerfahrungen in Indien", Ehrungen langjähriger Mitglieder, der Spendenübergabe der Theatergruppe an den Freundes-und Förderkreis Krankenhaus Hardheim sowie der traditionellen Tombola fortgesetzt.

    Vorsitzender Rudi Gärtner eröffnete die Feier mit Grußworten. Adrian Brosch wartete mit einem Jahresrückblick in Wort und Bild auf. An diesem wurde ersichtlich, dass die Mitglieder mit ihren Angeboten in den ureigensten Intentionen des Vereins auch zur Bereicherung des Geschehens in Pfarrgemeinde und politischer Gemeinde beitrugen. Segensreiche Arbeit

    Bürgermeister Heribert Fouquet nutzte in seinem Grußwort die Gelegenheit zu einer zusammenfassenden Darstellung der Situation der Gemeinde. Auch würdigte er das Wirken der Kolpingfamilie und richtete den Blick auf die positive Weichenstellung für das Krankenhaus und die daraus für dieses resultierende hoffnungsvolle Entwicklung., die icht zuletzt auch durch den zugesagten Landeszuschuss möglich werde. Bezüglich der Perspektiven für 2011 betonte der Bürgermeister die Notwendigkeit des Sparens und die daraus resultierende Erschwernis der Realisierung von Vorhaben.

    Neue Mitglieder

    Pfarrer Lang formulierte seine Anerkennung für die Arbeit der Kolpingfamilie und seine guten Wünsche in der ihm eigenen, treffenden und überzeugenden Form und mit humorvollen Bemerkungen.

    Pfarrgemeinderatsvorsitzender Leo Mayerhöfer betonte die bedeutende Rolle der Kolpingfamilie im gesellschaftlichen Bereich. Auch unterstrich er die Notwendigkeit ehrenamtlicher Helfer in den vereinen. Lobende Erwähnung fand die Kooperation der Kolpingfamilien Hardheim und Erfeld als Vorbild für weitere Bereiche in der Seelsorgeeinheit.

    Mayerhöfer zeigte auf, wie die Werbung von neuen Mitgliedern angegangen werden soll und kündigte Einladungen des Pfarrgemeinderates an katholische Vereine zur Darstellung ihrer Arbeit und Anliegen an. Er und Vorsitzender Rudi Gärtner zeigten sich anschließend erfreut über sieben neue Mitglieder. Alexandre Ost wartete mit dem Kassenbericht auf. Aufschlussreich und informativ war anschließend Gunter Berberichs Festvortrag "Begegnung zwischen Hinduismus und Christentum in Indien". Dieser basierte auf den Erfahrungen, die der Theologiestudent im Rahmen seines einjährigen Studienjahres in Pune und bei seinen damit Rundreisen in Indien gesammelt hatte.

    Sein Ziel war es, den Blick über den lokalen Horizont hinauszuwerfen und damit zu erweitern und in einer anderen Kultur eine andere Religion kennenzulernen. Er fühlte sich den eigenen Angaben zufolge beim Bemühen um die ihm wichtigen sozialen Kontakte dort willkommen.

    In seinem Referat ließ Gunter Berberich zunächst wissen, dass das seit dem ersten Jahrhundert in Indien bestehende Christentum unter den Religionen des Landes eine bescheidene Rolle spiele. Die Kolonisierung garantierte dessen weitere Präsenz in späterer Zeit.

    Die Zuhörer hörten von der bunten Mischung von Religionen und vom Miteinander und der gemeinsamen Feier von Festen in Indien. Dann bekamen sie den Hinduismus in vielen Details und mit dem Hinweis auf seine öffentliche und selbstverständliche Präsenz vorgestellt, ehe sich der Referent mit der eigentlichen Begegnung von Christentum und Hinduismus und schließlich mit der Entwicklung des Christentums in Indien bis hin zum Wirken von Mutter Teresa und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die indischen Verhältnisse auseinandersetzte. Berberich hielt es für wichtig, dass die einzelnen Religionen voneinander lernen. Jeder Einzelnen solle den Wert seiner eigenen Religion dadurch schätzen lernen.

    Bei einer anschließenden Versteigerung durch Pfarrer Rudolf Hauck kam Hildegund Berberich zu einem Fahrrad. Die traditionelle Stiftungsfest-Tombola gehörte ebenso zum weiteren Programm wie Ehrungen und eine Spendenübergabe. Z

    Fränkische Nachrichten

    07. Januar 2011