89 Ministranten aus dem Raum Hardheim in Rom dabei


    Hardheim. Nach einem begeisternden, von der Gruppe "Lebensbaum" umrahmten Gottesdienst machten sich am Sonntag 89 Ministranten aus der Seelsorgeeinheit Hardheim gemeinsam mit einer Gruppe aus Waldstetten auf den Weg, um in Rom gemäß dem Motto der Wallfahrt "zur wahren Quelle" zu finden. Aus dem Dekanat Mosbach-Buchen sind insgesamt 389 Jugendliche unterwegs.

    Die Rekordzahl von 45 000 deutschen Ministranten bilden den Großteil der Jugendlichen Wallfahrer in der Hauptstadt Italiens. Die kleinste Gruppe kommt aus Slovenien mit 25 Jugendlichen. Insgesamt kommen etwa 50 000 Ministranten aus 17 Ländern bei der Ministrantenwallfahrt 2010 zusammen.

    Bunte Tücher verraten die Nationalität und sind begehrte Tauschobjekte. Gleich am Montag stand die Besichtigung des Petersdoms auf dem Programm, um sich von der Kuppel aus einen ersten Blick über die Stadt zu verschaffen. Im Anschluss traffen sich alle deutschen Ministranten in der Basilika St. Paul vor den Mauern, um gemeinsam den Eröffnungsgottesdienst zu feiern.

    Im Vorfeld haben die Jugendlichen Gebetsanliegen gesammelt, die sie in Gedanken und im Gebet auf ihren Weg mitnehmen wollen. Auf Papierschiffchen geschrieben und versiegelt, werden sie auf der Fahrt untereinander ausgetauscht, damit ein anderer in diesem Anliegen mitbeten kann.

    Das Schiff macht deutlich, dass der Glaube kein Hokuspokus und keine Wundergarantie ist. Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen. Der Weg ist oft nicht einfach, aber das Wasser wird klarer und reiner. Die Wallfahrer sollen erfahren, dass wer sich auf den Glauben einlässt, erfahren kann, dass es sich lohnt und gut tut, gegen den Strom zu schwimmen.

    Mit in die Gebete eingeschlossen werden all die vielen Spender, die durch ihre Gabe die Durchführung der Wallfahrt mit dieser großen Gruppe erleichtert haben.

    Fränkische Nachrichten

    03. August 2010