Personeller Wechsel im Vorstand: Verein "Dienst am Nächsten" zog Bilanz

    Kernhard Berberich löst Franz Greulich ab,Mitmenschen in Not erfahren unbürokratisch Hilfe


    Hardheim. Franz Greulich, höchst engagiert im Verein Dienst am Nächsten, gab in der Generalversammlung am Montag im evangelischen Gemeindezentrum den Vorsitz ab. Sein Nachfolger ist Bernhard Berberich. Nachfolger mussten auch für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden (bisher Margot Krause) und Schriftführers (Bernhard Löffler) gefunden werden. Deren Ämter übernahmen Johanna Leiblein und Clemens Balles.

    Grußworte entboten der Geschäftsführer von der Caritas im Neckar Odenwald Kreis, Meinrad Edinger sowie Pfarrer Ralf Krust von der evangelischen Kirchengemeinde und Christian Sauer vom Sozialamt der Gemeinde. Sie machten deutlich, was Hilfsbedürftigen die Nähe eines Menschen bedeutet und wie wichtig es ist, die Not der Mitmenschen zu sehen und dieser abzuhelfen.

    Der Caritas-Geschäftsführer sprach dabei Möglichkeiten der Zusammenarbeit an. Am Bericht des Schriftführers Bernhard Löffler ließ sich das vielfältige Wirken des auf ökumenischer Ebene tätigen Vereins erkennen.

    Kassier Markus Wildner informierte über die finanzielle Situation. Kassenprüfer Bernhard Berberich bestätigte auch im Auftrag von Maria Henn die einwandfreie Kassenführung.

    Franz Greulich hielt dann Rückblick auf sein 18-jähriges Wirken als Vorsitzender des 1991 gegründeten Vereins. Vorausgegangen waren Aktivitäten in anderer Organisationsform des katholischen Krankenvereins. Seit 1978 fungiert Bernhard Löffler als Schriftführer. Die Zahl der Mitglieder sank in den letzten 14 Jahren - im Wesentlichen bedingt durch Todesfälle - von 435 auf rund 200.

    Herausragendende Veranstaltungen waren die zur Woche des Lebens.

    Zwischen den beiden Kirchengemeinden bestehen enge Verbindungen im Interesse von Hilfsbedürftigen und hinsichtlich der caritativen Dienste.

    Als sehr aktiv, wichtig und fortbildungswillig charakterisierte Greulich die durch das Krankenhaus geförderte Hospizgruppe mit ihren 13 ausgebildeten Hospizhelfern. Die Werbung für soziale Dienste und das nötige Verständnis dafür wurden als notwendig bezeichnet.

    Greulich dankte allen Mitarbeitern, bevor der Vorstand entlastet wurde. Der neue Vorsitzende Bernhard Berberich bezeichnete Netzwerkarbeit als ein für ihn besonders erstrebenswertes Ziel. Franz Greulich wird als Beisitzer im Vorstand weiterhin mitarbeiten. Margot Krause steht zunächst noch für Anrufe über das Sorgentelefon zur Verfügung.

    Angedacht wurde, die Sozialstation mit einem Sitz in den Vorstand einzubinden. Wie die Caritas als Fachverband ebenfalls zur Hilfe herangezogen werden kann, verdeutlichte Geschäftsführer Edinger, der auf das hohe Tempo der Veränderungen in der demografischen Entwicklung und die mögliche gemeinsame und wohl auch nötige Zusammenarbeit zur Versorgung der ländlichen Gemeinden und der älteren Menschen hinwies.

    Vom neuen Vorsitzenden wurde abschließend herausgestellt, dass Hilfe in gesundheitlich und wirtschaftlich schwerer Situation in ehrenamtlichem Wirken und in christlichem Geist geboten werden muss und Menschen benötigt werden, die zu aktiver Hilfe bereit sind.

    Mit der Ehrung von Franz Greulich, Bernhard Löffler und Margot Krause wurde die Versammlung beschlossen. Z

    Fränkische Nachrichten

    27. November 2009

    Dienst am Nächsten ist vielfältig: Arbeitskreise in Hardheim können Unterstützung durch neue Mitglieder gebrauchen Sorgentelefon und Dienst im Asylbewerberheim

    Hardheim. Mit eindrucksvollen Berichten warteten in der Generalversammlung des Vereins Dienst am Nächsten die Verantwortlichen für die einzelnen Dienste und Arbeitsfelder auf. Margot Krause stellte das "Sorgentelefon" vor. Die Nutzer seien sehr dankbar, einen Gesprächspartner zu haben. Allerdings sei die Nachfrage rückläufig.

    Hiltrud Löffler berichtete über das Wirken des Krankenhausbesuchsdienstes, der seit 2001 aktiv ist und dem zwölf Personen angehören. Sie verdeutlichte den organisatorischen Aufbau und die Regelung der Einsätze im sechswöchigen Rhythmus. Außerdem wies sie darauf hin, dass die in diesem Dienst tätigen Personen ihre Einsätze gern und mit Freude ausüben und dass die Kranken allein schon für ein Lächeln dankbar seien.

    Gudrun Pahl erteilte Auskunft über die wöchentlichen Besuche im Pflegeheim Baulandhaus und über die Gestaltung des jeweiligen Programms, das nach eigenen Vorstellungen er folgt. Man bemühe sich, den Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden, tue den Dienst sehr gerne und schließe diesen jeweils müde, aber glücklich und zufrieden ab. Dieser Dienst sei für Besuchte wie Besuchende eine Bereicherung.

    Der Arbeitskreis "Asylbewerberheim" stellt den jüngsten Dienst des Vereins dar, wie Manfred Elseberg darlegte. Er sprach die Not an, die er im Asylbewerberheim und bei den Übersiedlern sah, und hielt allein schon für die älteren Leute der letztgenannten Gruppierung ein gutes Wort beim Passieren für unerlässlich. Erinnert wurde von Elseberg daran, dass im Asylbewerberheim politisch Verfolgten Unterkunft gewährt werde. Hilfe für die dort wohnenden Personen hielt er aus menschlicher Sicht für wichtig.

    Vor Ort anwesend seien etwa 60 Personen, während 147 dort gemeldet seien. Angesprochen wurden von Elseberg die Leistungen dieses Arbeitskreises wie Fahrdienste zu Kindergarten und Schule, Sportangebote und Sprachausbildung sowie die Angebote der Internetnutzung. Besonderer Dank galt in diesem Zusammenhang F. Böna, Gabriele Leiblein, dem Ehepaar Pietschmann sowie Claudia Beger. Weitere Mitarbeiter sind gesucht, vor allem für die Fahrdienste. An Clemens Balles ging Dank für die Überlassung von Fahrzeugen zur Realisierung von Vorhaben.

    Manfred Elseberg hält die Kontakte ins Asylbewerberheim für sehr wichtig, damit die Bewohner rauskommen. Diese sollten sich allerdings der Bedeutung des Rechtsstaates und der an sie gestellten Erwartungen bewusst sind.

    Agnes Ullrich informierte über die Arbeit der Hospizgruppe. Sie wies auf den Sterbebeistand und die Lebensbegleitung durch Hospizhelfer hin, die von der Internationalen Gesellschaft für Sterbe-/Lebensbeistand und Sterbebegleitung geschult wurden. Man bemühe sich, dass Sterbende die letzte Zeit ihres Lebens in vertrauter Umgebung verbringen können. Entlastet werden sollen die Angehörigen der Sterbenden, denen seelischer Beistand geleistet wird.

    Ebenso bemüht man sich, dass Einzelne und Gruppen, die aktive Sterbehilfe propagieren, keine Chance haben. Außerdem animiere man Mitbürger, Vorsorge zu treffen und eine Patientenverfügung abzuschließen.

    Die Hospizgruppe ist ökumenisch besetzt und steht für die ganze Seelsorgeeinheit zur Verfügung. Der Dienst erfolgt in Absprache mit den betroffenen Personen und im Bemühen, die Menschen nicht allein zu lassen.

    Die Vernetzung mit palliativen Diensten wurde schließlich ebenso angesprochen wie die Kosten für Aus- und Fortbildung. Auch hier sind weitere Mitarbeiter willkommen Z

    Fränkische Nachrichten

    27. November 2009