Auftakt des Weltmissionssonntags in Hardheim

    Referent von Missio im Erftal: Norbert Kößmeyer informierte über Vorhaben und Ziele

    Hardheim. In Hardheim wird dieses Jahr am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, die Auftaktveranstaltung der Erzdiözese Freiburg zum diesjährigen zwei Wochen später stattfindenden Weltmissionssonntag stattfinden. Damit reiht sich Hardheim ein in die Reihe bedeutsamer Städte, in denen diese Auftaktveranstaltung bereits durchgeführt wurde. Arbeit von Missio dargestellt.
    Weil man dieses Ereignis sorgfältig vorbereiten will, ließen sich die Pfarrgemeinderatsgremien der Seelsorgeeinheit und weitere Teilnehmer am Mittwoch vom Diozesanreferenten von Missio, Norbert Kößmeyer (Freiburg), auf das Vorhaben einstimmen, über den Sinn und die damit verbundenen Absichten und Ziele informieren.

    Nach der Eröffnung gab Missio-Diözesanreferent Norbert Kößmeyer nach seiner Vorstellung grundsätzliche Erläuterungen zum Weltmissionssonntag und zur Arbeit von Missio. Er betonte, dass Missio sich als das Internationale Katholische Missionswerk der Kirche in Deutschland als Teil der weltweiten Gemeinschaft der päpstlichen Missionswerke sieht. "Missio ist eine Mitgliederbewegung und verwirklicht den missionarischen Grundauftrag der Kirche als Lern-, Gebets- und Solidargemeinschaft", betonte der Referent.

    Missio mache die Vielfalt des christlichen Glaubens in der einen Welt erfahrbar, fördere Kirche als Netzwerk weltkirchlicher Spiritualität und unterstütze partnerschaftlich die Ortskirchen in Afrika, Asien und Ozeanien.

    An den Hinweisen auf den Gründer Heinrich Hahn in Aachen und dessen Ziele in Form eines leidenschaftlichen Engagements für die Missionsbewegung machte der Referent die Mitgliederentwicklung deutlich, die sich 1972 bereits auf 350 000 Personen belief. "Der Leitgedanke von Missio ist es, missionarisch Kirche zu sein und die Vielfalt des christlichen Glaubens in der einen Welt erfahrbar zu machen", so Norbert Kößmeyer.

    Außerdem solle die Kirche als Netzwerk weltkirchlicher Spiritualität gefördert werden, zumal der Spiritualität wachsende Bedeutung zukomme.

    Kirche als Solidargemeinschaft

    Die Kirche als Weltkirche wurde als Lern-, Gebets- und Solidargemeinschaft dargestellt. Als Ziel wurde es außerdem genannt, eine Stimme für die Menschen zu übernehmen, die keine eigene Stimme haben, betonte der Referent. Christen müssten die Globalisierung der Welt mitgestalten und dabei beachten, dass die in Europa und Amerika zu verantwortende Finanz- und Wirtschaftskrise zum Beispiel in Afrika besonders zu spüren ist und dort dafür ein hoher Preis zu zahlen ist.

    Eingehend auf die Auftaktveranstaltung zum Weltmissionssonntag am 10. und 11. Oktober in Hardheim kündigte der Missio-Referent an, dass am afrikanischen Land Nigeria beispielhaft die Situation mit den politischen, ethnischen und religiösen Konflikten aufgezeigt wird. Der Erzbischof hat gemäß der Darstellung des Referenten einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die bei Auseinandersetzungen in Nigeria herrschende Gewalt zwischen Christen und Muslimen zu einem Ende kam.

    Ziel der Auftakveranstaltung in Hardheim soll die Stärkung des missionarischen Bewusstseins und das Erleben der Weltkirche als Lerngemeinschaft sein.

    Angesprochen wurden dann die feststehenden Elemente einer solchen Auftaktveranstaltung, die in den vergangenen Jahren unter anderem in Konstanz, Schwetzingen, in Buchen und Tauberbischofsheim stattfand und dieses Mal unter dem Thema "Selig, die Frieden stiften" gestaltet wird. Bezüglich des Programms in Hardheim stellten die Teilnehmer der Zusammenkunft zusammen mit Bernhard Berberich und Pfarrer Franz Lang ihre Überlegungen zur Realisierung des konkreten Programms an, wobei sie ebenso wie Regionalreferentin Gabriele Leiblein über die Werbung von Mitwirkenden und Besuchern nachdachten.

    Beim Programm werden samstags insbesondere Schüler und Jugendliche in die Veranstaltung mit einbezogen, wobei Gemeinderefentin Uschi Butterwecke bereits von ihr angedachte Vorhaben verdeutlichte. So wird man auch die zur Firmung anstehenden jungen Leute aus dem gesamten Bereich ansprechen. Daneben soll die Jugend aus der Seelsorgeeinheit singen und musizieren.

    Bezüglich des Samstagsprogramms der Jugend wurde die Unterstützung durch den Jugendausschuss und dessen Abstimmung mit der Jugend empfohlen. Vom Projekt-Chor Maranatha konnte die Gemeindereferentin Bereitschaft zum Mitmachen signalisieren.

    Bei der Gestaltung des Sonntags ging es um die Frage, welche Vorhaben zum Beispiel dem Gottesdienst folgen können, inwieweit der afrikanische Bischof und das Motto "Selig, die Frieden stiften" sowie die Aspekte Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung in die Programmgestaltung mit einbezogen werden können. Die Grundstrukturen der beiden Veranstaltungstage wurden bei der Zusammenkunft erarbeitet. Die Detailarbeit wird nun von einem Team mit örtlichen und überörtlichen Mitarbeitern unter der Regie von Bernhard Berberich weitergeführt. Z

    Fränkische Nachrichten
    19. Juni 2009