Pfarrgemeinderat: Krankenpastoral in der Seelsorgeeinheit stand im Mittelpunkt

    Austausch mit Mitgliedern des "Verein Dienst am Nächsten" sowie der Hospiz- und Besuchsdienstgruppen Kontakte zur kirchlichen Sozialstation vertieft

    Hardheim. Zur Pfarrgemeinderatssitzung begrüßte Bernhard Berberich neben den Räten die Mitglieder des "Verein Dienst am Nächsten" mit der Hospiz- und den Besuchsdienstgruppen. Ziel des Abends, der die Krankenpastoral in der Seelsorgeeinheit zum Thema hatte, war es, die Kontakte zur kirchlichen Sozialstation zu vertiefen und Wünsche und Anregungen aus den Gruppen aufzugreifen.

    In einer Nachbetrachtung schaute der Vorsitzende auf die Podiumsdiskussion "Gemeinsam mit Grenzen leben" zurück, welche der "Verein Dienst am Nächsten" in Zusammenarbeit mit den beiden Kirchen und dem "Freundes- und Förderkreis unser Krankenhaus" veranstaltet hatte.

    Berberich bezeichnete es als gelungen, dass dabei neben medizinischen und rechtlichen Aspekten die ethischen Fragen eine besondere Rolle spielten. Ein anschaulicher Pluspunkt sei das Auftreten behinderten Musiker der Gruppe "Handy-cap" gewesen.

    Pfarrer Franz Lang verdeutlichte, dass die Krankenpastoral schon immer zu den Prioritäten des christlichen Handelns zählt. In der Seelsorgeeinheit Hardheim wird dieser Auftrag in mehreren Bereichen wahrgenommen: Priester, Diakon und Gemeindereferentin Butterweck sind bei der monatlichen Krankenkommunion jeweils am Herz Jesu-Freitag mit der Krankenkommunion unterwegs. Rund 35 Gläubige warten darauf. Wenn der Wunsch nach einer Beichte, oder einem Gespräch ansteht kommen die Geistlichen zudem gerne ins Haus. Seit Januar wurde in Hardheim 34 Mal die Krankensalbung, nicht nur von Sterbenden, sondern auch bei ungewissem Krankheitsausgang gewünscht. Hinzu kommt alljährlich in einer der Pfarreien ein Gottesdienst mit Krankensalbung.

    Krankenbesuche in den Pflegeheimen, oder im Krankenhaus werden auf ökumenischer Basis vom "Verein Dienst am Nächsten" organisiert. Dazu kommen noch viele private Besuche. Darüber hinaus gibt es noch die überörtlichen Angebote wie Krankentage bei der Walldürner Wallfahrt, oder die Behindertenwallfahrt in Osterburken.

    Als problematisch bezeichnete es Pfarrer Lang, wenn Kranke auf Besuch und seelsorgliche Betreuung warten, aber weder von ihnen, als auch von den Angehörigen kein Signal kommt, hier tätig zu werden.

    Ingrid Kropf vom Altenwerk stellte die Broschüre des Caritasverbandes Tauberbischofsheim "Caritas plus" vor. Sie bezeichnete es als notwendig sich auch in Hardheim zu überlegen, ob es neben dem reinen Ehrenamt auch Dienste geben kann, die von Helfern gegen ein kleines Entgeld geleistet werden. Auch das Zeitkonto, wäre für sie ein Modell, das überlegenswert ist. Dem stimmte auch Christel Erbacher zu, die von der Landfrauenbewegung bezahlte Nachbarschaftshilfe im ländlichen Raum organisiert. Zehn solcher von Kirche und politischen Gemeinde getragenen Unternehmungen existierten bereits. Darüber hinaus verwies sie auf die Erfahrungen, die sie in Külsheim macht.

    Pflegedienstleiterin Martina Weimann und der Lehrer für Pflegeberufe, Ralf Bundschuh, stellten umfassend das Wirken der kirchlichen Sozialstation vor. 61 Mitarbeiterinnen sind in der jetzt 31 Jahre alten Sozialstation rund um die Uhr unterwegs. Bernhard Berberich schlug vor, dass sich eine neue Arbeitsgruppe "Caritas und Soziales" bildet, die sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch mit der Sozialstation trifft. Dabei sollten Kontakte vertieft, alle Vorschläge geprüft und beraten werden. Auf ökumenischer Basis wurden Kontakte zum Heim für Asylbewerber in Hardheim geknüpft.

    Abschließend wurden folgende Termine bekannt gegeben: 9. Juni, Treffen der Kontaktgruppe Asylbewerberwohnheim; 15. Juni, Pfarrfestausschuss; 16. Juni, Stiftungsratsitzung; 17. Juni, Pfarrgemeinderatssitzung zur Vorbereitung des Diözesanen "Missio-Tages" mit einem Referent des Seelsorgeamts Freiburg; 20. Juni, 9 bis 17 Uhr ökumenische Schulung von Besuchsdienstmitarbeitern im evangelischen Gemeindehaus in Buchen; 24. Juni, "Ökumenischer Räte-Stammtisch" im Badischen Hof. fgr

    Fränkische Nachrichten 29. Mai 2009