Kinderkrippe im kirchlichen Kindergarten
Sitzung des Hardheimer Gemeinderates: Bedarfsplanung für die kommenden Jahre stand im MittelpunktHardheim. Bedeutsame Kindergartenangelegenheiten gehörten am Montag zur Tagesordnung der Gemeinderatssitzung im Rathaus. Zum einen beschäftigten sich die Räte mit der Kindergartenbedarfsplanung im Zusammenhang mit den Hochrechnungen und dem derzeitigen Anmeldungsstand. Außerdem ging es um den Ausbau der Kleinkindbetreuung bei entsprechendem Bedarf im kirchlichen Kindergarten St. Franziskus sowie die Festlegung der Elternbeiträge für die nächsten beiden Jahre.69 Neuzugänge 2009/2010 Zu diesen Themen lag den Gemeinderäten umfassendes Zahlenmaterial vor. Daraus ging hervor, dass gemäß dem Stand vom 31. März für das Kindergartenjahr 2009/2010 in Hardheim 69 Neuzugänge zu erwarten sind. Zwei davon aus Bretzingen, zehn aus Erfeld und Gerichtstetten und zehn aus Schweinberg. Für 2010/2011 sind es 60 und für 2011/2012 bislang 43 Kinder (plus Kinder, die bis zum 31. Juli geboren werden). Gemäß Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in Hardheim für das Jahr 2009/2010 werden für Hardheim mit Rüdental, (159 Kinder) Dornberg, Rütschdorf, Vollmersdorf (3) und Steinfurt (5) insgesamt 167 anspruchsberechtigte Kinder genannt. Die Gesamtzahl der Kindergartenplätze (bei 126 im Gemeindekindergarten und 54 im kirchlichen Kindergarten) beläuft sich auf 180, so dass derzeit noch 13 Plätze verfügbar sind. In Bretzingen stehen bei 14 anspruchsberechtigten Kindern und 20 kirchlichen Kindergartenplätzen noch sechs weitere zur Verfügung, für Erfeld und Gerichtstetten stehen noch 14 von 44 Plätzen zur Verfügung. In Schweinberg gibt es bei 28 kirchlichen Kindergartenplätzen eine Überbelegung mit zwei Kindern. Im Betriebskindergarten der Firma Reum sind zwölf Plätze vorhanden. Die Bedarfsplanung wurde von der Gemeinde auf der Basis der vorliegenden Zahlen mit der Kirchengemeinde und den Leiterinnen der einzelnen Einrichtungen besprochen. Wie in der Sitzung des Gemeinderates verdeutlicht wurde, besteht im Hinblick auf den Ausbau der Kleinkinderbetreuung bei entsprechendem Bedarf die Möglichkeit, im kirchlichen Kindergarten St. Franziskus, eine Kleinkindergruppe zur Betreuung von Kindern zwischen dem zweiten Lebensmonat und dem dritten Jahr einzurichten. Bis zu zehn Kleinkinder In dieser Gruppe (Kinderkrippe) könnten bis zu zehn Kinder aufgenommen werden, wobei gemäß den Vorstellungen und der Sicht der Verwaltung und der Kirchengemeinde eine solche Gruppe erst ab Nachfrage und Anmeldung ab fünf Kindern eingerichtet werden sollte. Die Kosten belaufen sich bei der Betreuung von sechs Stunden auf 273 Euro, wurde in der Gemeinderatssitzung mitgeteilt. Die Stellung der entsprechenden Zuschussanträge war bereits in der letzten nichtöffentlichen Sitzung beraten worden. Der Antragstellung war zugestimmt worden. Als Grundlage für die Anpassung der Elternbeiträge in den beiden folgenden Kindergartenjahren dienten die gemeinsamen Empfehlungen der Vertreter von Gemeinde- und Städtetag sowie der Kirchen als einheitliche Regelung für die beiden Landesteile Baden und Württemberg. Durch die Elternbeiträge sollen rund 20 Prozent der Betriebsausgaben abgedeckt werden. So gelten für Regelgruppen künftig die folgenden Empfehlungen, denen der Gemeinderat zustimmte: 2009/2010 (in Klammern für 2010/2011): Kind aus einer Familie mit einem Kind 92 Euro (95 Euro), Kind aus einer Familie mit zwei Kindern unter 18 Jahren 70 Euro (72 Euro); Kind aus einer Familie mit drei Kindern unter 18 Jahren 47 Euro (48 Euro) und Kind aus einer Familie mit vier oder mehr Kindern 16 Euro (16 Euro). Neue Beiträge kalkuliert Für die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten sieht die Empfehlung vor, dass zu den Sätzen für die Regelgruppe ein Zuschlag von bis zu 25 Euro festgelegt werden kann. Für die Ganztagsgruppe wurde keine gemeinsame Empfehlung erarbeitet. Daher wurden für beide Gruppen die neuen Elternbeiträge neu kalkuliert und ein entsprechender Vorschlag zur Festlegung der neuen Sätze erarbeitet. In diesem Zusammenhang wurden auch die Sätze für den Hort an der Schule sowie für die verlässliche Grundschule überarbeitet, die ebenfalls entsprechend angepasst werden. Sofern wesentliche Änderungen eintreten, soll hierüber nochmals aktuell beraten und gegebenenfalls eine Anpassung vorgenommen werden. Z Fränkische Nachrichten 20. Mai 2009 |