Diskussion über künftige Pastoralkonzeption

    Jugend und Familie, soziale Dienste, Seniorenarbeit und Wege erwachsenen Glaubens Schwerpunkte

    Hardheim. Den Entwurf der künftigen Pastoralkonzeption bekam der Hardheimer Pfarrgemeinderat am Mittwoch vorgestellt. Erarbeitet hatte diese Konzeption eine Projektgruppe, deren Sprecher Lothar Leiblein in der Sitzung unter Leitung des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernhard Berberich über die Details berichtete. Nach umfassender Aussprache entschied sich das Gremium für fünf Schwerpunkte der künftigen Pastoralkonzeption.

    Ein Teil der Pfarrgemeinderäte in den anderen zur Seelsorgeeinheit gehörenden Pfarreien hat bereits sein Votum abgegeben, restlichen werden ihre Entscheidung in der nächsten Zeit treffen. Danach wird sich der Pfarrgemeinderat zur endgültigen Entscheidungsfindung ein weiteres Mal mit der Thematik befassen.

    In der Sitzung am Mittwoch wurde das Vorgehen bei der Erstellung des Entwurfs verdeutlicht und darauf hingewiesen, dass im damit eine Beurteilung des Ist-Zustandes erfolgte. Auch konnte dabei eine Bewertung der einzelnen Tätigkeitsbereichen in der Pfarrei abgegeben werden. Die Erkenntnisse daraus waren Grundlage für die Auswahl der künftigen Schwerpunkte in der Pastoralkonzeption.

    Nach Vorschlag der Projektgruppe sollen dies die Intensivierung der Jugendarbeit, die Vernetzung der Familienarbeit, der Ausbau der sozialen Dienste sowie die Intensivierung der Seniorenarbeit sein.

    Eine starke Familienarbeit und eine intensivierte Jugendarbeit wurden als wesentlich erachtet. In Verbindung damit wurde über die KJG- Arbeit diskutiert und auf die dort zu beobachten Veränderungen eingegangen. Dass die früheren regelmäßigen Gruppenstunden anderen Organisationsformen gewichen sind, kam ebenso zur Sprache wie die derzeit intensivierte Projektarbeit. Pfarrer Franz Lang und später auch Kooperator Rudolf Hauck erinnerten daran, dass in der neuen Pastoralkonzeption neben den Stärken auch Schwächen und Defizite benamt werden sollen.

    In diesen Bereichen soll - im Bemühen um die Bündelung von Kräften und zur Vermeidung von übermäßiger Belastung von einsatzwilligen Mitarbeitern - künftig weniger Aufwand betrieben werden, zumal sie andernorts von größerer Bedeutung sind.

    Man war sich der Problematik solcher Entscheidungen und der Benennung von Defiziten durchaus bewusst, will man doch Aktive und bisherige Mitarbeiter in solchen Bereichen keineswegs verärgern und vergraulen. Außerdem sollen bestehende Angebote keineswegs plötzlich ganz verschwinden.

    Nähere Erläuterungen des Pfarrers gab es unter anderem zur Kirchenmusik und zu den Wohnviertelhelfern. Denn in Freiburg wolle man aufgrund des Personalmangels sowohl die Entscheidung für einen Aufbruch als auch für Abschiede deutlich ersehen. Dementsprechend soll gegebenenfalls auf den Einsatz von Zeit und Material verzichtet werden. Netzwerke will man stärken.

    Als sinnvoll wurde es erachtet, dass die für die Pastoral Verantwortlichen Schwerpunkte setzen und die Bereitschaft der Mitarbeit erkunden. Bezüglich der personellen Perspektiven informierte Pfarrer Lang über Prognosen, denen zufolge bereits ab 2011 nicht mehr für alle Seelsorgeeinheiten Pfarrer zur Verfügung stehen. Er geht deshalb davon aus, dass Seelsorgeeinheiten künftig jeweils ein bestimmtes Profil entwickeln müssen und Interessenten aus anderen Orten anziehen.

    Erläutert wurde das weitere Prozedere im Zusammenhang mit der endgültigen Entscheidung der Schwerpunkte der Pastoralkonzeption. Die Arbeitsgruppe wird sich erneut treffen, wenn sämtliche Pfarrgemeinderatsgremien der Seelsorgeeinheit die Thematik behandelt haben, und prüfen, ob sich alle Wünsche unter einen Hut bringen lassen.

    Vor der einstimmen Entscheidung des Hardheimer Pfarrgemeinderats über die Empfehlung der Schwerpunkte für die Pastoralkonzeption wurde auf Antrag hin in Ergänzung der zuvor benamten vier Themenbereiche als fünfter Bereich "Wege erwachsenen Glaubens" berücksichtigt.

    Im weiteren Verlauf der Pfarrgemeinderatssitzung folgten von Pfarrer Hauck Hinweise auf die Taufpastoral und die Bemühungen um Gewinnung von Katecheten. Für das Totengebet werden in Kürze die erarbeiteten Unterlagen zur Verfügung stehen und in der nächsten PGR-Sitzung vorgestellt. Z

    Fränkische Nachrichten

    20. März 2009