Kindergarten St. Franziskus: Elternabend

    Thema "Wie kann ich mein Kind erziehen?" - Gelebter Glaube ist ein gutes Fundament

    Hardheim. "Wie kann ich mein Kind im Glauben erziehen?" Der katholische Kindergarten Sankt Franziskus Hardheim hat sich in einem Elternabend mit diesem Thema beschäftigt. "Die Frage nach dem Sinn des Lebens treibt viele Menschen um. Für gläubige Christen ist Religion ein wesentliches Element ihres Daseins, weil es Antwort auf diese entscheidende Frage gibt", erklärte der Elternbeiratsvorsitzende Leo Mayerhöfer.

    "Doch wie vermittelt man das den Kindern in einer zunehmend säkularen Gesellschaft, die andere Werte propagiert?" Mit dieser Frage übergab er an die Referentin Claudia Beger.

    Die katholische Gemeindereferentin, die über viel Erfahrung in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit verfügt, zeigte an einer biblischen Geschichte, wie der Glaube dem Leben einen Zugang in eine tiefere Dimension schenkt. "Wenn die Eltern selbst erfahren haben, dass Glaube gut tut, dann werden sie das auch für ihr Kind als wertvoll erachten", davon ist Beger überzeugt.

    "Wenn Glaube zu Hause gelebt wird, deckt sich für das Kind die Erfahrung von Gehörtem und Erlebtem. Glaube wird prüfbar und greifbar."

    Die Theologin gab den Eltern Beispiele und Anregungen, wie der Glaube im Alltag einen Ort finden kann. Beten sei "Sprechen mit Gott". Christen verstünden sich als Mitglieder einer großen Gemeinschaft. Die Einladung zur monatlichen "Kinderkirche" im Pfarrheim ermögliche auch kirchenfernen Familien einen neuen Zugang zum Glauben.

    Geschickt verstand es die Referentin die Eltern dazu zu bringen, von ihren Erfahrungen zu erzählen. So wurde deutlich, dass die Kinder von klein an mannigfaltigen Anforderungen des Lebens ausgesetzt sind. Die Einflussmöglichkeiten der Eltern sind aber nur begrenzt. "Daher gelte es, ein gutes Fundament mitzugeben: Ein Grundvertrauen, eine Sicherheit, die gerade dann dem Leben Rückhalt gibt, wenn äußere Einflüsse belastend und stark fordernd werden", weiß Beger.

    Die Theologin rät: "Erlebte, eingeübte Rituale und gelebter Glaube in der Familie schenken unseren Kindern ein solches Fundament. Die wachsame Begleitung der kindlichen Entwicklung und das Aufzeigen von Grenzen helfen den Kindern, sich nicht in Grenzenlosigkeit zu verlieren."

    Die Kindergartenleiterin Elvira Leiblein betonte, dass St. Franziskus als katholischer Kindergarten wesentliche Glaubensinhalte altersgerecht vermittle, den Kindern das Kirchenjahr mit seinen Festen und Traditionen näher bringe und selbstverständlich mit ihnen regelmäßig bete, dass das aber die Glaubensarbeit in der Familie nicht ersetzen könne.

    In seinem Resümee dankte der Elternbeiratsvorsitzende Mayerhöfer Claudia Beger: "Diese Veranstaltung zeigt, dass Religion ein spannendes Thema ist, das Menschen zusammen bringt."

    Fränkische Nachrichten 23. Januar 2009