Reges Kirchenleben in den Filialgemeinden
    Pfarrgemeinderat Hardheim tagte in Rütschdorf


    Segensreiche Arbeit der Priester-Pensionäre


    Rütschdorf. Zur monatlichen Sitzung des Pfarrgemeinderates am Mittwoch in Rütschdorf unter der Leitung seines Vorsitzenden Bernhard Berberich gehörten Informationen aus den Filialgemeinden Dornberg, Rütschdorf und Vollmersdorf zum kirchlichen Leben in den Höhengemeinden. Erich Dörr stellte die Situation hinsichtlich der Gottesdienstangebote dar und zeigte sich dabei recht zufrieden. Er dankte den Priestern, allen voran den Pensionären, dank derer in den Höhengemeinden regelmäßig Gottesdienste abgehalten werden können. An Weihnachten gibt es sogar eine Mitternachtsmette.

    Die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Filialgemeinden wurde an der Übernahme der Mesnerdienste sowie der Sorge für den Blumenschmuck durch die Frauen ebenfalls verdeutlicht.
    Im weiteren Verlauf kam man auch auf die Pflege der Außenanlagen bei der Dornberger Kirche zu sprechen, die von den für den Kirchenschmuck verantwortlichen Frauen bisher ebenfalls übernommen worden ist. Ortsvorsteher Elmar Bundschuh vertrat die Ansicht, dass für die schwierigeren Aufgaben wie das Schneiden der Hecken eine Person nötig wäre, ebenso liegt ihm ein Einsatz von Helfern für Reinigungsarbeiten im Glockenturm am Herzen.

    Der Ortsvorsteher sprach auch die Situation an der Kappel an, die in der bestehenden Form als Ruine erhalten bleiben soll. Pfarrer Franz Lang kam auf die Möglichkeiten der regelmäßigen Gottesdienste für die Höhengemeinden zu sprechen und zeigte auf, wie entstehende Lücken bei den Geistlichen immer wieder geschlossen werden. In diesem Zusammenhang wurde die segensreiche Arbeit der Pfarrer-Pensionäre Willi Koch (Hardheim), Karl Berberich (Waldstetten), Frohmüller (Walldürn) und Josef Frank (Gerichtstetten) aufgezeigt.
    Wie schnell sich Probleme ergeben können, verdeutlichte Pfarrer Lang am Beispiel der Erkrankung von Pfarrkurator Hauck (Erfeld). Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang war der verhältnismäßig hohe Altersdurchschnitt des örtlichen Klerus und die daraus resultierende Situation insbesondere für die jungen Katholiken. Daher hegt Pfarrer Lang auch die Hoffnung auf Besetzung der vollen Stelle der Gemeindereferentin im Sommer.

    Verstärkt werden in Zukunft angesichts des Priestermangels Wortgottesdienste abgehalten werden müssen, über deren Gestaltung man sich ebenfalls unterhielt. Bei aller Problematik vertraut man darauf, dass sich beim Eintreten eines "Ernstfalles" Lösungsmöglichkeiten finden lassen.

    Schließlich wurde auch der Gottesdienstbesuch angesprochen. Mit Ministranten ist man in den Höhengemeinden gut bedient, doch hielt man es in der Pfarrgemeinderatssitzung für sinnvoll, sich auch mit deren Betreuung und Weiterbildung auseinander zu setzen. Große Hoffnung wird in diesem Zusammenhang in die künftige Gemeindereferentin gesetzt.

    Pfarrer Franz Lang sprach dann die Situation um die Ministranten in den einzelnen Pfarreien an und hielt es für einen positiven Aspekt, dass beispielsweise in Hardheim etwa 15 bis zwanzig Ministranten im Alter von über 15 Jahren zur Verfügung stehen. Sie ermöglichen es, dass Jugend durch Jugend geführt wird, während die Ministranten in kleineren Pfarreien ihren Dienst mit 14 Jahren beenden.
    In Hardheim, wo es etwa 85 Ministranten gibt, Schweinberg und Gerichtstetten wird so manches mit den Ministranten und für sie unternommen: sowohl unter religiösen als auch unter geselligen Aspekten. Zusätzliche Unterstützung erfährt man durch das Jugendbüro des Dekanats.
    Ulrike Herberich wartete mit einem Bericht über die regelmäßigen Dorfabende auf, die als Ableger der Veranstaltungen des Bildungswerkes Hardheim angesehen werden können. Sie verwies auf die damit verbundenen Intentionen (so auch als Angebote zur Begegnung). Bereits 20 Jahre lang wird mit geistlichen und weltlichen Themen verschiedenster Art aufgewartet. Das abwechslungsreiche Programm soll auch in Zukunft beibehalten werden.
    Beim Bericht aus dem Familienkreis wurde die gute Resonanz auf das gehaltvolle neue Angebot "Atempause" betont. Das Kapellenfest in Rüdental wurde für den 22. Mai angekündigt.

    Weiterhin ging es um die Vorbereitung der Veranstaltungen im Rahmen des Weltjugendtages. Clemens Balles zeigte eine Möglichkeit der Finanzierung der neuen Lautsprecheranlage im Pfarrheim auf.
    Auf den 2. Mai vorverlegt wurde die nächste Sitzung des Pfarrgemeinderates, bei der alle Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit zusammenkommen werden. Die neue Satzung für Pfarrgemeinderäte macht es nämlich erforderlich, dass die Vereinbarung über die Zusammenarbeit im gemeinsamen Ausschuss überarbeitet wird, was laut Vorgabe des Ordinariats bis zum 11. Mai erfolgt sein muss. Als beachtenswert wurde es bezeichnet, dass der gemeinsame Ausschuss künftig an Stelle des Pfarrgemeinderates entscheiden kann.

    Weiterhin ging es um die in diesem Jahr anstehende Pfarrgemeinderatswahl. Zur Verfügung stellen wird sich wieder eine beachtliche Zahl der bisherigen Pfarrgemeinderäte, so dass auf deren Erfahrungen aufgebaut werden kann. Schließlich wurden verschiedene Vorhaben im Verlauf des Jahres wie die Wallfahrt der Seelsorgeeinheit und der Ausflug des Männerwerks nach Eichstätt mit Teilnahmemöglichkeit für alle Interessenten angekündigt. Z

    © Fränkische Nachrichten - 15.04.2005