Firmung gibt Jugendlichen Halt beim mutigen Sprung ins Leben

    Domkapitular Andreas Möhrle spendete am Freitag in Hardheim das Sakrament der Firmung

    Hardheim. (zeg) Eine große Zahl von Jugendlichen wurde am Wochende in der Region gefirmt. Stellvertretendnen berichten wir über die Firmung in Hardheim, wo die Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit am Freitag in der Pfarrkirche St. Alban in Hardheim und am Samstag in der Pfarrkirche St. Sebastian & St. Vitus in Bretzingen durch Domkapitular Andreas Möhrle in würdig gestalteten Gottesdiensten gefirmt wurden.

    Den Gottesdiensten voraus ging die Begrüßung durch Firmanden, und der liturgischen Begrüßung folgten die einzelnen Teile der Messfeier mit Predigt und Firmfeier. Die Predigt des Domkapitulars verfolgte insbesondere das immer wieder aufs Neue anspruchsvolle Ziel, den Firmanden mit mancherlei veranschaulichenden Bildern Sinn, Wert und Bedeutung der Firmung zu verdeutlichen. Andreas Möhrle betonte eingangs, dass die Firmung gleichsam den Startschuss ins Leben darstelle und die nachdrückliche Empfehlung beinhalte, sich das Leben nicht entgehen zu lassen. Der Domkapitular empfahl den jungen Leuten die Auseinandersetzung mit der Frage, wie ihr künftiges Leben weiter gehe oder ob Gefahr bestehe, dass das Leben an ihnen vorüber gehe. Möhrle kam darauf zu sprechen, dass die Zukunft manchmal Angst mache und riet zu überlegen, wie das „Drehbuch für das eigene Leben“ aussehe. Dies um so mehr, als man sich manchmal fragen müsse, ob man sich etwa im falschen Film befinde, wenn das Leben unzulänglich scheine.

    „Vertrauen auf den Geist Gottes“

    Ähnlichkeiten sah der Prediger auch hinsichtlich des Glaubens gegeben und wies darauf hin, dass Leben und Glauben nicht passen, so lange der Geist Gottes fehle. Gottwolle Freiraum sichern, betonte er. Er sei Lebensraum und lade ein, aufs Ganze zu gehen. Und der Geist Gottes sage, es gebe Leben und Freiheit. Der Domkapitular zog Parallelen zwischen dem Leben und einem Bungee-Sprung, bei dem das Seil beim Absprung fest gemacht sein müsse. Er sprach von der Firmung als einem biegsamen Seil, das Halt gebe und von dem damit möglichen Sprung in das Leben in Jesus Christus. Den jungen Leuten wurde empfohlen, auf Gottes Geist zu vertrauen. Sie wurden daran erinnert, Gott als das Leben und die Zukunft zu sehen und daran zu denken, dass Gott die Menschen liebe, obwohl er sie kenne.

    Betont wurde weiterhin, dass das Leben große Perspektive brauche und dass die Firmung solche Perspektiven eröffnen und schenken wolle. Sie wolle Hilfe dabei sein, eigene Entscheidungen zu fällen und Mut machen und Chance sein.

    Möhrle empfahl den Jugendlichen Pioniere des Geistes Gottes zu werden und sich durch die Firmung beflügeln zu lassen zu höheren Werten und zu einem mutigen Sprung ins Leben und sich durch Loslassen neue Perspektiven zu eröffnen. Nach der Predigt spendete der Domkapitular den jungen Leuten die Firmung. Den Gottesdiensten schloss sich jeweils ein Empfang für die Firmlinge, deren Firmpaten und die Angehörigen an.

    RNZ 07.07.2008