Firmung: Das neue Kreuz an der „Lindenmühle“ wird eingeweiht
Stolpersteine auf dem Weg
Hardheim. (zeg) Von der Firm-Projekt-gruppe „Lindenmühle“ mit ihren zehn
Firmanden, die sich mit der Geschichte der Lindenmühle beschäftigt haben, wurde
zur Erinnerung an die ehemalige Kapelle am Hang unterhalb der Miltenberger Straße das aus
Eisenstäben gefertigte und mit Steinen gefüllte Kreuz errichtet,das einige Zeit an der
Kirche errichtet worden war. Die Steine sollen nach der Intension der Gemeindereferentin
an Schweres im Leben erinnern, an Stolpersteine auf dem Lebensweg und an Steine, die die
Menschen sich selber in denWeg legen.
Das Kreuz wird am nächsten Samstag, 28. Juni, während eines Gottesdienstes am Nachmittag
feierlich eingeweiht.
Dieser findet um 15.30 Uhr statt. Dazu sind den Firmanden mit Gemeindereferentin Uschi
Butterweck alle Interessenten aus der Pfarrgemeinde willkommen.
Im Anschluss daran ist Beisammensein bei Bewirtung. Wegen der dort fehlenden Parkplätze
wird vom Waldparkplatz in der Nähe der Wohlfahrtsmühle
und gegenüber den Tennisplätzen ein Spaziergang entlang der Erfa zur Lindenmühle
empfohlen oder die Fahrt mit dem Fahrrad. Auch ein kleiner Bus fährt ab 15 Uhr am
Kirchplatz ab.
Lindenmühle: Kreuz der Firmanden steht bereits vor Ort und wird am 28. Juni eingeweiht
Bürgeraktion stellt sich im Gemeinderat vor
Hardheim. Endspurt bei der Firmvorbereitung. Am Freitag, 4. Juli, und am Samstag,
5. Juli, ist Domkapitular Andreas Möhrle in der Seelsorgeeinheit Hardheim zu Gast,
um das Sakrament der Firmung zu spenden.
Vieles ist seit der Anmeldung zur
Firmvorbereitung im letzten Jahr geschehen: Es wurden Gottesdienste gefeiert und inhaltlich
verschiedene Themen des christlichen Glaubens erarbeitet. Darüber hinaus hat jeder
Jugendliche ein Projekt absolviert.
Eine Projektgruppe hat sich mit der Geschichte
der ehemaligen Lindenmühle im Erftal zwischen Hardheim und Riedern beschäftigt.
Zur Erinnerung an die einstmals dort stehende Kapelle fertigten die von Uschi
Butterweck betreuten Firmanden unter Anleitung von Werner Blaschke ein Kreuz. Dieses war
einige Wochen lang am Haupteingang der Pfarrkirche aufgestellt, um es der Öffentlichkeit
zu zeigen. Inzwischen steht die Stahlkonstruktion an ihrem Bestimmungsort bei der
ehemaligen Lindenmühle und ist von den Firmanden auch schon mit Steinen befüllt worden.
Eingeweiht wird das Kreuz am Samstag, 28. Juni, um 15.30 Uhr während eines
Gottesdienstes. Nach der Messfeier gibt es die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen
miteinander ins Gespräch zu kommen.
"Als ich vor drei Jahren in den Odenwald zog,
fielen mir die vielen Bildstöcke, Kreuze und Madonnenfiguren auf. Sie sind Zeichen für
einen tiefen Glauben und ein bedeutender Teil des kulturellen Erbes. Die Kreuze in der
Natur laden zum Innehalten und zum Gebet ein. Aus diesem Grund war es für mich wichtig,
dieses Projekt mit Hilfe von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern mit den Jugendlichen
durchzuführen", so Uschi Butterweck. Das aus Eisenstäben geschweißte Kreuz ist mit
Steinen gefüllt, die Firmanden an ihrem Versöhnungstag mitgebracht haben. "Diese
Steine erinnern an Schweres im Leben, an Stolpersteine auf dem Lebensweg, aber auch
an Steine, die sich die Menschen selbst in den Weg legen", so die Gemeindereferentin.
Engagierte Hardheimer Bürger unter Federführung von Manfred Elseberg und
Gerhard Wanitschek haben sich zu einer Bürgeraktion zusammengetan, um die Überreste
der Lindenmühle freizulegen und zu erhalten. In der nächsten Gemeinderatsitzung
am 30. Juni erhalten sie Gelegenheit, ihre Arbeit und Vorstellungen den Bürgervertretern
darzulegen, nachdem sie dies bereits in einem Brief an die Gemeindeverwaltung und den
Bürgermeister getan haben. i.E.
Fränkische Nachrichten
21. Juni 2008
50 Meter östlich der ehemaligen Lindenmühle: Kreuz der Firmanden eingeweiht
Das Unikat soll an die alte Kapelle erinnern
Hardheim. Ein Kreuz, bestehend aus einer Stahlkonstruktion, die mit Steinen gefüllt ist,
fand nun etwa 50 Meter östlich der ehemaligen Lindenmühle seien Standort. Gefertigt wurde
es von der von Gemeindereferentin Uschi Butterweck betreuten Firmandengruppe unter
Anleitung von Werner Blaschke. Das schmucke Unikat, so die Jungen und Mädchen, soll an
die Kapelle erinnern, die einst an diesem Platz gestanden hat und die Menschen, die dort
vorübergehen zum Verweilen und zu einem stillen Gebet einladen.
Am Samstagnachmittag
wurde dieses christliche Symbol von Pfarrer Franz Lang im Rahmen eines feierlichen
Gottesdienstes eingeweiht. Musikalisch gestaltet wurde die Messfeier von der Gruppe
"Lobpreis", während die Firmanden in ihren Fürbitten die Gläubigen aufforderten, auf
ihrem Weg zu Gott in die Fußstapfen Jesus zu treten.
Pfarrer Lang begann seine
Predigt mit dem Hinweis, dass Kreuze oft an markanten Stellen errichtet würden. Und das
Kreuz und der sich darunter befindende Gedenkstein würden nun daran erinnern, dass hier
einmal eine Kapelle gestanden habe.
Das Kreuz als christliches Symbol, so der
Geistliche, sei für die Christen ein Wegzeichen zu Gott hin. Hierbei verbinde der
senkrechte Balken Himmel und Erde oder Menschen und Gott, während der Querbalken in die
Welt und zu den Mitmenschen weise. Und dort wo die beiden Balken sich kreuzen, habe sich
das Herz Jesu befunden.
Das mit Steinen gefüllte Kreuz soll nun alle
Vorübergehenden einladen, zu verweilen und bei einem stillen Gebet die Kraft Gottes zu
spüren für den weiteren oft beschwerlichen Weg.
Nach dem Gottesdienst war es für
die Gemeindereferentin Uschi Butterweck und die Firmanden ein besonderes Bedürfnis, sich
bei allen zu bedanken, die sie beim Aufstellen des Kreuzes unterstützt haben - voran der
Gemeinde mit Bürgermeister Heribert Fouquet sowie den Initiatoren Werner Blaschke und
Gerhard Wanitschek.
Im Namen von Bürgermeister Fouquet und der ganzen Gemeinde
lobte der stellvertretende Bürgermeister Volker Rohm das Engagement der Firmanden, die
durch ihr Projekt ein Stück ihrer Heimat und dabei auch einen Teil ihrer Geschichte
kennen gelernt hätten. Beeindruckend sei die Zusammenarbeit mit Werner Blaschke und
die künstlerische Idee, das Kreuz mit einer Stahlkonstruktion darzustellen, gefüllt
mit Steinen, die ein stützendes Gitter zusammenhalte.
Ein Dankeschön richtete
Volker Rohm an Manfred Elseberg und Gerhard Wanitschek, die durch ihre Berichte die
Öffentlichkeit über diesen historischen Ort informiert hätten. Nun wünsche er sich,
dass der Ort die Vorübergehenden zum Verweilen und zur Ruhe einlade, um dann wieder
gestärkt weiter zu ziehen. Unter den Gästen, die der Einweihung des Kreuzes beiwohnten,
waren mit Antonia Fleck (Mannheim) eine Enkelin sowie Erika Müller (Hardheim),
Edith Eckert und Günther Baumann (beide Gerichtstetten) drei Urenkel des letzten
Besitzers und Betreibers der Linkenmühle, Konrad Baumann, der 1991 seine Tätigkeit in
der Mühle aufgab und nach Mannheim zog. Antonia Fleck hörte in der Sendung des
SWR 4 Kurpfalzradio "Daheim im Verein", dass in Hardheim bei der ehemaligen Lindenmühle,
dort wo einst eine Kapelle gestanden hat, ein Kreuz errichtet wird. Gleich nach dieser
Information setzte sie sich mit ihren Verwandten in Hardheim und Gerichtstetten in
Verbindung. Denn schließlich, so ihr Wunsch, wollte sie bei der Einweihung des
Kreuzes dabei sein. (ck)
Fränkische Nachrichten
30. Juni 2008
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