Pfarrgemeinderat: Aktionen zur "Woche des Lebens" geplant

    "Dienst am Nächsten" keine Konkurrenz zu Krankenvereinen

    Hardheim. In der Pfarrgemeinderatssitzung am Mittwoch unter Leitung des Vorsitzenden Bernhard Berberich war nach der Überreichung der Spende des Cäcilienvereins für die Pfarrheimrenovierung die Woche des Lebens unter dem Leitwort "Gesund oder krank - von Gott geliebt" Thema.

    Es erging der Hinweis, dass die Woche für das Leben, die jedes Jahr im April begangen wird, eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland darstellt. Bei unterschiedlichen Schwerpunkten soll es um Aspekte der Gesundheit gehen.
    Diakon Salmann, der sich in seiner Funktion jedes Jahr mit den Leitgedanken der Woche des Lebens auseinander setzt, erklärte sich bereit, bei Interesse speziell dieses Thema als Predigt oder als Vortrag aufzugreifen. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats empfahlen einen Gottesdienst und einen anschließenden Vortragsabend.

    Zur Auseinandersetzung mit einer Studie zum Thema Kirche und gesellschaftliche Milieus präsentierte Pfarrer Franz Lang eine Karikatur mit dem Bild von Partygästen, die mit dem Namen Jesus nicht viel anfangen konnten. An diesem Beispiel könne man erkennen, wie es um die Religion in der heutigen Gesellschaft bestellt sei. In den letzten zehn Jahren sah man zwar ein neues Interesse an Religion und Spiritualität aufgeflammt - allerdings nicht unbedingt an Kirche. Pfarrer Franz Lang präsentierte dem Pfarrgemeinderat eine Studie mit millieubezogenen Daten zu diesem Thema, die im Einzelnen die Wertorientierung in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen auswies.

    Anschließend ging der Pfarrgemeinderatsvorsitzende darauf ein, dass die leitenden Erzieherinnen der Katholischen Kindergärten der Seelsorgeeinheit Hardheim ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild vorgestellt hatten. Einzelne Punkte sollen von den Pfarrgemeinderatsgremien noch überarbeitet werden.

    Bei der Vorstellung des Vereins "Dienst am Nächsten" verdeutlichte Diakon Franz Greulich, dass die bestehenden Krankenvereine vor Ort keinesfalls aufgelöst werden, sondern der Verein "Dienst am Nächsten" ein überörtliches Angebot sei.

    Delegierte des "Gemeinsamen Ausschusses" im Dekanatsrat des neuen Dekanats Mosbach Buchen sind Bernhard Berberich in seiner Funktion als Vorsitzender und Clemens Balles als ständiges Mitglied.

    Bei den Berichten aus den Ausschüssen der Pfarrgemeinde berichtete Claudia Beger über den erstmals abgehaltenen Tanz-Brunch des Ausschusses "Ehe und Familie", den sie als vollen Erfolg wertete. Die Zusammenarbeit mit den diesjährigen Erstkommunikanten wurde als harmonisches Miteinander bezeichnet. Aus dem schwachen Jahrgang von zwanzig Kindern meldete sich die Hälfte zum Ministrantendienst.

    Monika Bischof berichtete in ihrer Funktion als Kindergartenbeauftragte über die Kinderzahl Kindergarten St. Franziskus. 14 Neuanmeldungen liegen vor, so dass mit etwa 55 Kindern die Sollstärke in etwa erreicht ist. Die neue Außenanlage sei immer noch nicht ganz fertig gestellt. Die politische Gemeinde werde sich des Problems annehmen.

    Den Stand der beiden Kirchengemeinden beim Marktplatz "55 plus" anlässlich des diesjährigen Josefsmarktes bewertete Bernhard Berberich als ansprechend gestaltet und gut besetzt. Die Angebote stießen jedoch nicht auf die gewünschte Resonanz. Z Fränkische Nachrichten 21. April 2008