"Gemeinsamer Ausschuss" der Seelsorgeeinheit Hardheim tagte

    Gelungenes Modell" vorgestellt

    Hardheim. Nachdem in der Seelsorgeeinheit Hardheim kein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt wurde, ist der "Gemeinsame Ausschuss" das Beschlussorgan für alle Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit.

    Während der fünfjährigen Wahlperiode des Pfarrgemeinderates wechselt der Vorsitzende des "Gemeinsamen Ausschusses" alljährlich, sodass jeweils eine Person aus jeder Pfarrei für ein Jahr das Gremium leitet.

    Gemeinsames Leitbild vorgestellt

    Vorsitzende Michaela Leiblein-Breitinger begrüßte die Mitglieder diesmal in Bretzingen. Erster Punkt war die Vorstellung des gemeinsamen Leitbildes der katholischen Kindergärten St. Franziskus Hardheim, St. Josef Schweinberg, St Sebastian und Vitus Bretzingen und St. Burkardus Gerichtstetten.

    Dabei übernahmen die Leiterinnen der Kindergärten die Aufgabe, das erarbeitete Leitbild zu erörtern. Wie dies zusammen mit dem örtlichen Colorit den Eltern nahe gebracht werden soll, darüber werden sich die Erzieherinnen in den nächsten Wochen in ihren jeweiligen Orten Gedanken machen.

    "Gelungenes Modell"

    Perspektiven für die Umsetzung des kirchlichen Auftrags "Caritas- und Soziales in der Seelsorgeeinheit", war der nächste Beratungspunkt. Diakon Franz Greulich stellte als "gelungenes Modell" die Arbeit des "Verein Dienst am Nächsten" vor. Dieser gliedert sich in zwei Gruppen. In die Bereiche "Hospiz" und "Caritas und Soziales".

    Bereits seit 2001 funktioniere der Besuchsdienst Krankenhaus, der von 13 Mitarbeitern auf ökumenischer Basis durchgeführt werde. Greulich stellte dar, wie in der Hospizgruppe Hardheim, den Besuchsdiensten Pflegeheim, Krankenhaus und in der Mitarbeit in der Tagespflege der kirchlichen Sozialstation bereits heute Mitarbeiter aus allen Orten der Seelsorgeeinheit mitwirken.

    Neben der Werbung neuer Mitarbeiter und dem Erstellen der Einsatzpläne biete der "Verein Dienst am Nächsten" praktische Schulungen, Besinnungstage zum Erfahrungsaustausch und Oasentage der Region an.

    Viele Nachfragen führten zu einer regen Aussprache. Am Ende der Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass man auf Seelsorgeeinheitsbasis keinen Ausschuss "Caritas und Soziales" gründen wolle, vielmehr die Aufgaben beim "Verein Dienst am Nächsten" gut aufgehoben wisse.

    Vorbereitungen für Glaubenskurs

    Der Vorschlag von Diakon Franz Greulich wurde einstimmig angenommen. Pfarrer Franz Lang berichtete von den Vorbereitungen zum Start des Glaubenskurses. Im Herbst werden sich etwa 20 Multiplikatoren mit den Inhalten des Kurses befassen. Für die Öffentlichkeit startet in der Fastenzeit 2009 der neue Glaubenskurs, der nach erfolgreichem Abschluss alljährlich wiederholt werden soll. - - Austausch im Vordergrund - - Von den Zielen her gehe es nicht so sehr um die Vermehrung des Glaubenswissens, sondern um den Austausch von Gotteserfahrungen. Als neuer Vorsitzender des "Gemeinsamen Ausschusses" wurde Bernhard Berberich (Hardheim) und als Stellvertreter Wolfgang Weniger (Gerichtstetten) gewählt. Im Dekanatsrat ist die Seelsorgeeinheit durch Bernhard Berberich und Clemens Balles vertreten.

    Unter "Verschiedenes" nannte Clemens Balles Termine der "Kirchlichen Sozialstation", die in diesem Jahr an verschiedenen Orten ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Am 25. April findet der "Abend der Mitarbeiter" im katholischen Pfarrheim in Hardheim statt. fgr

    Fränkische Nachrichten 27. März 2008