Seelsorgeeinheit Hardheim: Evangelisierung Erwachsener
Glaube soll vertieft werden
Hardheim. Aus allen Orten der Seelsorgeeinheit Hardheim waren
Interessenten gekommen, um mehr über den geplanten Glaubenskurs
zu erfahren. Denn zwei Hauptziele haben sich die Pfarreien der
Seelsorgeeinheit Hardheim vorgenommen: Als Erstes die Förderung der
karitativen Dienste und als Zweites eine "missionarische Kirche"
zu werden.
Bernhard Berberich begrüßte Pfarrer Clemens Armbruster, vom Referat
"Wege erwachsenen Glaubens", der sich seit Jahrzehnten mit der
Evangelisierung Erwachsener beschäftigt." In einer Welt, in der
sich alles verändert", so der Referent, "muss die religiöse Erziehung
in der Kind- und Jugendzeit durch eine Erwachsenenkatechese ergänzt
werden." Während die Vorbereitung auf die Erstkommunion, Beichte und
die Firmung mit großem Aufwand betrieben werden, herrsche bei den
Erwachsenen weithin Fehlanzeige. Aus der Entwicklungspsychologie
wisse man, dass man zum Beispiel einem Zehnjährigen das Bußsakrament
nicht so erschließen kann, dass er als 20- oder 30-Jähriger etwas
damit anfangen könne.
Armbruster nannte sechs Dimensionen,
in denen der Glaube erneuert werden müsse: 1. Der Katholik müsse
sich mit dem Leitbild seiner Kirche identifizieren können. 1.
Er brauche Rituale, die er verstehen kann. 3. Man müsse
Möglichkeiten schaffen, einen religiösen Übungsweg gehen zu
können. 4. Das Wissen über die Quellen des Glaubens muss
vertieft werden. 5. Weiteres Ziel ist es, zum diakonischen
Handeln zu ermutigen und 6. eine Beheimatung zu ermöglichen.
Dies soll in einem Glaubenskurs geschehen. Um mit der
Evangelisierung beginnen zu können, müssen zuerst etwa 15
Verantwortliche gefunden werden, die für einen abgegrenzten
Zeitraum Aufgaben übernehmen und damit einen evangelisierenden
Prozess auslösen. Ziel der fünf Veranstaltungen des "Wegs für
erwachsenen Glaubens" ist es, neue Erfahrungen mit Gott zu
machen und sich von Gott berühren zu lassen.
Der "Gemeinsame Ausschuss", das Beschlussorgan der
Seelsorgeeinheit hat sich bereits dafür entschieden,
den Weg zu einer "Missionarischen Kirche" zu beschreiten.
So geht es jetzt darum, die Planungen konkret werden zu
lassen, Mitarbeiter zu gewinnen und sich gemeinsam auf
den Weg zu machen. fgr
Fränkische Nachrichten
03. Dezember 2007
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