Verein zog Bilanz: Hospizgruppe und Besuchsdienste sind integriert

    Freiwillige engagieren sich im Dienst am Nächsten

    Hardheim. Dass der "Verein Dienst am Nächsten" nicht nur da ist, um mitzuhelfen, dass die katholische und evangelische Kirchengemeinde finanziell ihrem sozialen Auftrag gerecht werden kann, sondern selbst aktiv im Dienst des Nächsten steht, machte die Generalversammlung deutlich. Als einziger Verein auf ökumenischer Basis fördert er das geschwisterliche Miteinander der beiden Kirchen und unterhält gemeinsame Besuchsdienste.

    Der Dank des Vorsitzender Franz Greulich galt den vielen, die in ihrer Umgebung ehrenamtlich Nachbarschaftshilfe leisten, und denjenigen, die sich im Besuchsdienst oder in der Hospizgruppe engagieren. Ziel und Zweck des Vereins sei es, dem "ehrenamtlichen karitativen Agieren in der Gemeinde Hardheim eine Organisationsstruktur zu geben". Schriftführer Bernhard Löffler ließ die Ereignisse der letzten vier Jahre Revue passieren. Er nannte auch die Stationen, die zum Aufbau der Hospizgruppe Hardheim führten. Ein Höhepunkt war das Expertengespräch zum Thema: "Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens". An der Veranstaltung "55 plus" in der Erftalhalle beteiligte sich der Verein ebenfalls. Ein besonderes Podium zur Selbstdarstellung boten die Ausstellung bei den Pfarrfesten.

    Kassier Marcus Wildner informierte über die finanzielle Situation. So erhielten die beiden Kirchengemeinden 12 526 Euro, um ihren sozialen Verpflichtungen nachkommen zu können. Bei der Hospizgruppe beliefen sich die Ausgaben auf 2563 Euro. Während die Mitgliederzahl der Gruppe Caritas und Soziales von 284 (2003)auf 239 Mitglieder abnahm, gab es bei der Hospizgruppe einen Zuwachs auf 59 Mitglieder. Agnes Ullrich von der Einsatzleitung der Hospizgruppe Hardheim erläuterte, welche Ausbildung man absolvieren muss, um ein Zertifikat als Hospizhelfer zu erhalten. Aufbauend darauf hat Conny Benig am Kurs zur "Begleitung trauernder Hinterbliebener" teilgenommen. Kontinuierlich werden Weiterbildungen angeboten. Für den Krankenhausbesuchsdienst, der in dieser Form seit 2001 besteht, berichtete Hiltrud Löffler, Erfeld. Sie sprach von der Spannung, die entsteht, wenn man die Türen zu den Krankenzimmern öffnet, und von vielen positiven Erfahrungen, die man bei Kranken machen darf und letztlich als selbst Beschenkter nach Hause kommt. Zwölf Personen sind alle Monate im Krankenhaus unterwegs um alle Kranken, egal woher sie kommen und welcher Religion sie angehören, zu besuchen. Von Ihren Erfahrungen im Baulandhaus erzählte Gudrun Pahl. Sie gab einen Einblick, wie ein solcher Besuch verläuft und berichtete von guten Erfahrungen und von der Freude der Heimbewohner, die voll Ungeduld schon beim Gehen den nächsten Besuch erwarten. Clemens Balles erinnerte an die Einrichtung der Seniorentagespflege der kirchlichen Sozialstation, die in Trägerschaft der beiden Kirchen geführt wird und an die Möglichkeiten die sich für ehrenamtliche Mitarbeitern dort eröffnen.

    Fränkische Nachrichten 17.November 2007