Wichtige Hilfe im sozialen Bereich

    Verein Dienst am Nächsten blickt zurück / Ehrenamtliche Arbeit

    Hardheim. Während in allen Orten der Seelsorgeeinheit Hardheim die Krankenvereine mit den Namen der Kirchenpatrone schon sehr alt sind und bis ans Ende des vorletzten Jahrhunderts zurückreichen, ist der Hardheimer Krankenverein ein junges Glied in der katholischen Pfarrgemeinde.

    Am 5. März 1978 wurde im Zusammenhang mit der Gründung der Katholischen Sozialstation der Hardheimer Krankenverein gegründet. Zweck des Vereins war es, nach Auflösung der örtlichen Gemeinschaften der Ordensschwestern die katholische Kirchengemeinde in der Finanzierung ihrer sozialen Aufgaben beizustehen.

    Zunächst war dies eine rein katholische Einrichtung. 1985 wurde mit Pfarrerin Völker-Engler die evangelische Kirchengemeinde Hardheim zum ersten Mal besetzt und im Januar 1987 zur eigenständigen Pfarrei Hardheim-Höpfingen erhoben. Die Aus- und Umsiedler, die überwiegend aus den reformatorischen Kirchen kamen, stärkten die Bedeutung der evangelischen Kirchengemeinde und ließen den Wunsch wach werden nicht nur dem Verein anzugehören, sondern als geschwisterlicher Partner gleichberechtigt dabei zu sein.

    1991 erfolgte die Satzungsänderung des Krankenvereins, der sich ab diesem Zeitpunkt "Verein Dienst am Nächsten e.V." nannte. Als Zweck wurde in der Satzung die Förderung der planmäßigen Ausübung der sozialkaritativen Dienste, sowohl in der katholischen, wie in der evangelischen Kirche, angegeben.

    Bei der Hauptversammlung im März 1995 wurde dem ökumenischen Anliegen auch personell Rechnung getragen. War bisher der katholische Pfarrer Vorsitzender des Vereins, so wurde nun Diakon Franz Greulich Vorsitzender und Margot Krause von der evangelischen Kirche seine Stellvertreterin.

    Seit der Namensänderung versucht der Verein verstärkt, Hilfen im ehrenamtlichen Sozialbereich anzubieten. Zu nennen ist das Sorgentelefon, das Margot Krause betreut, der Kummerkasten, der in den beiden Kirchen aufgehängt wurde, der Besuchsdienst Krankenhaus, für den zwölf Personen zur Verfügung stehen, und der Besuchsdienst für die Alten und Pflegeheime einschließlich der Tagespflege.

    Im September 2005 wurde die Hospizgruppe Hardheim ins Leben gerufen, die zur Zeit acht, von der "Internationalen Gesellschaft für Lebens- und Sterbebegleitung" ausgebildete, Begleiter zählt. Im ökumenischen Verein Dienst am Nächsten werden die sozialen Dienste gebündelt, die Mitarbeiter zum Erfahrungsaustausch, zu Schulungen und Oasentagen eingeladen.

    Am Donnerstag, 15.November, findet die Hauptversammlung mit Neuwahl des Vorstands statt. Auf der Tagesordnung stehen der Beschluss über die Eingliederung der Hospizgruppe und neben den üblichen Berichten zur Geschäftsführung auch die Berichte der Hospizgruppe und der Besuchdienst Krankenhaus, Alten- und Pflegeheim mit Tagespflege fgr

    Fränkische Nachrichten 31. Oktober 2007