Sozialstation arbeitet gut und erfolgreich

    Mitgliederversammlung in Höpfingen / 55 Mitarbeiter / 30-jähriges Bestehen im kommenden Jahr

    Höpfingen. "Die Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn ist Teil der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und versteht ihren Dienst als caritativen und diakonischen Grundauftrag. Derweil arbeitet sie dank ihrer hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter überaus erfolgreich, kann gute Ergebnisse aufweisen und wird in der Bevölkerung anerkannt und positiv aufgenommen." Dieses Fazit zogen Vorsitzender Clemens Balles und Pflegedienstleiterin Martina Weimann in der Mitgliederversammlung am Donnerstag im Höpfinger Pfarrsaal.

    Mit Willkommensgrüßen eröffneten Clemens Balles, der Höpfinger Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thomas Kuhn und Bürgermeister Ehrenfried Scheuermann die Versammlung. Diakon Heinz Willi Salmann nahm bei seiner anschließenden geistlichen Einführung Bezug auf das Erntedankfest. Denn es gelte, auch den Mitarbeitern der Sozialstation, die sich ehrenamtlich für die ihnen anvertrauten kranken und pflegebedürftigen Menschen einbringen, Dank zu sagen.

    Über die Aktivitäten des Vorstandes, die man in sechs Sitzungen beraten habe, berichtete Vorsitzender Balles. Als ein besonderes Ereignis nannte er den Besuch der Senioren-Tagespflege durch Sozialministerin Dr. Monika Stolz, Minister Peter Hauk, MdB Kurt Segner und Landrat Dr. Achim Brötel anlässlich ihrer Kreisbereisung. Dadurch habe diese relativ kleine, teilstationäre Einrichtung eine besondere Aufwertung erfahren.

    In seinen weiteren Ausführungen betonte Balles, dass die Sozialstation viele Aufgabenfelder neu erkannt, zielbewusst angegangen und umgesetzt habe. Als Beispiel nannte er den Menü-Service. Als besonders positiv könne man die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Krankenhausverband Hardheim-Walldürn, den Pfarrgemeinden und deren Gremien wie auch zwischen Vorstand und Mitarbeitern bezeichnen. Die Mitarbeiter seien das Kapital der Sozialstation, sie würden Verlässlichkeit, Fleiß und Sachkenntnisse bei ihrem täglichen Dienst auszeichnen.

    In diesem Zusammenhang stellte Clemens Balles besonders die Verdienste von Pflegedienstleiterin Martina Weimann heraus, die seit über 15 Jahren ihre Aufgabe in herausragender Fachkompetenz und Verantwortung ausübe. Ein Lob zollte er auch Ruth Offner, die ebenfalls seit 15 Jahren in der Sozialstation tätig ist, sowie der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Heidi Sack, der Leiterin der Senioren-Tagespflege Gabi Horn, Kursleiter Ralf Bundschuh, Erika Kappes und Marianne Reichert im Verwaltungsbereich, dem kaufmännischen Leiter Matthias Schiller sowie dem Verwaltungsleiter vom Caritasverband Tauberbischofsheim, Eberhard Gröh.

    Über die umfangreichen Aktivitäten der 55 Mitarbeiter, davon 35 Personen in der häuslichen Pflege, neun in der Senioren-Tagespflege, sieben im Menü-Service, zwei in der Verwaltung und eine Raumpflegerin erstattete die Pflegedienstleiterin detailliert Bericht. Zwölf Altenpflegschüler absolvierten in der häuslichen Pflege und in der Tagesstätte ein Praktikum.

    Diese Mitarbeiter, so die Statistik, haben im vergangenen Jahr 68 611 Hausbesuche durchgeführt und 872 Patienten betreut. Nach wie vor ist der häusliche Pflegebereich der größte Dienstleistungsbereich, wobei täglich etwa 200 Patienten versorgt wurden. In der häuslichen Kinderkrankenpflege waren es acht Kinder.

    500 Pflegeberatungsbesuche bei Pflegegeldempfängern wurden durchgeführt und dabei gezielt Probleme besprochen und Hilfestellungen angeboten. In der Tagespflege zählte man täglich durchschnittlich 46 Gäste. Über 90 Personen wurden täglich mit Essen beliefert. Zum Einzugsgebiet des Menü-Services gehören die Stadt Walldürn mit ihren Stadtteilen, Hardheim und Höpfingen mit ihren Ortsteilen sowie die Großräume Buchen und Eubigheim.

    "Die kirchliche Sozialstation kann auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurückblicken." Auch für das Haushaltsjahr 2007 stünden die Zeichen gut. Diese erfreuliche Bilanz zog Eberhard Gröh, als er die beiden Zahlenwerke ausführlich erläuterte. Einstimmig wurden sodann von den Mitgliedern die Jahresrechnung 2006 sowie der Haushaltsvorschlag 2007 genehmigt.

    Anschließend wurde der Vorstand von den Mitgliedern einstimmig entlastet, nachdem Pfarrer Hans Scheuermann dessen Arbeit gebührend gewürdigt hatte.

    Im weiteren Verlauf erläuterte Matthias Schiller die vom Vorstand beantragte Satzungsänderung der Sozialstation, die man im Vorfeld mit dem erzbischöflichen Ordinariat Freiburg und der evangelischen Landeskirche ausgiebig vorberaten hatte. Die Änderung erfolgte einstimmig.

    Zum 30-jährige Bestehen der Sozialstation im kommenden Jahr sollen verschiedene Feierlichkeiten durchführt und das Leben und die Tätigkeiten dieser Einrichtung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. (ck) Fränkische Nachrichten 06. Oktober 2007