Liedermacher Stefan Jakob gab in Hardheim ein Konzert
Gesungenes Glaubensbekenntnis an Gott
Hardheim. Seine zutiefst christliche Glaubensüberzeugung und Lebenshaltung bekundete Liedermacher Stefan Jakob
mit den Inhalten der von ihm selbst geschriebenen Lieder bei seinem Konzert am Samstag im Pfarrheim. Veranstalter
des Konzertes war der Ausschuss Ehe und Familie der Pfarrgemeinde. Mit den gehaltvollen, aussagestarken Texten und
den abwechslungsreichen Melodien seines Programms "Flussaufwärts" sowie seinem, die Inhalte der Lieder
charakterisierenden Gitarrenspiel, instrumental begleitet von Michael Döring beglückte er die Besucher.
In überzeugender Weise machte Stefan Jakob deutlich, dass der christliche Glaube im Vertrauen auf Jesus Christus
auch in problematischen Lebenslagen durchaus Mut machen und Hoffnung geben kann. In seinen anspruchsvollen Liedern,
die sich auch mit alltäglichen Themen und erfreulichen Aspekten des menschlichen Lebens befassen, vermittelte er
eine Überzeugung von den hohen Werten des christlichen Glaubens. Darüber hinaus betonte der Liedermacher, dass es
trotz mancher weniger erfreulicher Geschehnisse in der Kirche für ihn genug Anlässe und Gründe gebe, im Vertrauen
auf Gott eben diese Kirche zu lieben und nicht zu resignieren.
Die Besucher spürten, dass die Lieder Stefan Jakobs seiner tiefsten Überzeugung entstammen und er verdeutlichen
will, dass christliche und somit grundsätzlich positive und richtungsweisende Betrachtungsweise und Einstellungen
helfen können, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen und Mut machen.
Stefan Jakobs Programm enthielt Lieder aus seiner im Januar 2002 veröffentlichten ersten eigenen CD mit dem Titel
"Flussaufwärts" und aus der in Kürze folgenden zweiten CD mit dem Titel "Mitten im Leben". Mit dem Liedtitel
gleichen Namens stieg er am Samstag auch in das Programm ein mit dem er sein Vertrauen Gott gegenüber zum
Ausdruck bringt, dessen Wort in die Seele dringe, den Menschen verwandle und ihn mitten?????a?º?? im Leben
erahnen lasse, dass Gott das gebe, was die Welt niemals geben könne.
Die nahezu 20 Titel des Abendprogramms unterbrach der Liedermacher mit seinen überleitenden Gedanken zu Wert und
Bedeutung des Glaubens an Gott. Mit dem neuen Lied "Ich bin ich" betonte Stefan Jakob seine Individualität und bat
zu beachten, dass er trotz aller äußerlichen Ähnlichkeiten mit dem bekannten Liedermacher Reinhard Mey und dessen
Erfolgen keinerlei Wert darauf legt, mit diesem in irgend einer Weise identifiziert zu werden.
Aussagestark war auch das Lied "Ich bin einer von euch", womit Stefan Jakob die Alltäglichkeiten im Berufsleben
anspricht Bei all den weniger erfreulichen Gegebenheiten auf die in dem Lied "In Zeiten wie diesen" hingewiesen
werde, gelte es zu bedenken, dass Gottes Botschaft Freude, Kraft und Licht verspreche, sang Stefan Jakob, der diese
hoffnungsvollen Aussichten auch mit den hellen Klängen der Begleitmusik zu verdeutlichen vermochte.
Ein eindeutiges Glaubensbekenntnis zur Kirche war das Lied "Warum ich diese Kirche liebe", in dem der Liedermacher
mit der Darstellung der Geschichte der Kirche all die von ihr verschuldeten unerfreulichen Tatsachen verbindet.
Andererseits veranlassten ihn viele positive und erfreuliche Aspekte, das von vielen Christen immer wieder bewiesene
und aus dem Glauben resultierende Engagement und vor allem auch die Botschaft von Gottes zur Liebe zu seiner
Kirche.
Optimistische Töne und Klänge schlug Stefan Jakob mit dem Titel "Schön zu leben" an. Er versicherte nachdrücklich,
dass der Pessimismus ihn auf keinen Fall unterkriegen könne. Mit Blick auf den vom Ausschuss Ehe und Familie
veranstalteten Abend ließ Stefan Jakob das Lied "Sag ja" folgen, mit dem er den Ehepartnern verdeutlichen will,
wie sie zu einem erfüllten Leben finden. Dass dabei auch Geduld nötig ist, ehe es nach schweren Tagen aus dem Tal
wieder aufwärts geht, müsse von den Ehepartnern immer wieder bedacht werden.
Aussagestark auch der als Zugabe gesungene Titel "Ich bin frei, weil Gott den Menschen am Leben erhält".
Schließlich sang Stefan Jakob zusammen mit den Besuchern nochmals den Titel "Mitten im Leben".
Diese Lehre konnten die Besucher als Fazit aus dem gewinnbringenden Programm des Konzerts ziehen und sie als
nachddrückliche Frohbotschaft und Empfehlung des Liedermachers werten, sich im Vertrauen auf den christlichen
Glauben hoffnungsvoll auf den Weg in den Alltag zu machen. Schließlich ging in einem innigen musikalischen Gebet
zum endgültigen Abschluss an Gott die Bitte, den Menschen an Liebe überreich zu machen, damit er ständig geben
könne, wie ein Brunnen das Wasser. Die Besucher bedankten sich bei den beiden Gestaltern des Abends mit viel
Beifall. Für die Veranstalter eröffnete und schloss Claudia Beger die Veranstaltung. z
© Fränkische Nachrichten – 16.11.2004
|