Bunter Abend spiegelte Vielfalt in der Gemeinde wider

    "Dalli-Klick" zum besseren Kennenlernen der Seelsorgeeinheit / Junge Leute suchen neue Wege / Dreistündiges Programm




    Hardheim. Der bunte Abend der Vereine anlässlich des Pfarrfestes ließ erkennen, "dass Hardheim eine lebendige Kirchengemeinde ist mit jungen Leuten, die auch neue Wege suchen". So das Fazit des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Bernhard Berberich angesichts der regen Aktivitäten und abwechslungsreichen Beiträge im Verlauf des dreistündigen Programmes. Das Pfarrfest stand zwar ganz im Zeichen der Seelsorgeeinheit, am Samstagabend jedoch präsentierten sich in erster Linie Hardheimer Gruppen. Diese zeigten, dass sich - vor allem auf kirchenmusikalischem Gebiet - Erfreuliches tut.

    Das Programm war so vielfältig, wie das Leben in der Pfarrgemeinde selbst. Der große Pfarrheim-Saal konnte die vielen Besucher kaum fassen. Bernhard Berberich hieß unter den Gästen namentlich die Pfarrer Lang, Frohmüller, Hauck, Bruder Gregor und Bürgermeister Heribert Fouquet willkommen.

    "Bravo, bravissimo, Ehre sei Gott", leitete die Gruppe "Rückenwind" mit einem begeisterten Gottlob und viel Schwung zum eigentlichen Programm über. "Spuren Gottes" zeichneten die Instrumentalisten und der "Familienchor" des Familienkreises unter der Leitung von Harald Löffler und Andrea Rohm musikalisch nach.

    Die Ministranten warteten mit einem Sketch von der Beichte auf, einstudiert von Jonas Schmitt.

    Der Kirchenchor unter der Leitung von Richard Leiblein erinnerte mit "Geh' aus mein Herz und suche Freud" musikalisch an den 400. Geburtstag des bedeutenden Kirchenlied-Dichters Paul Gerhardt und steuerte "Zur Feier" den vierstimmigen Satz "Einmal nur in unserem Leben" von Christoph Willibald Gluck aus der Oper "Iphigenie in Aulis" bei.

    Mit einem weiteren Sketch sorgten die Ministranten für allgemeine Erheiterung. Außerdem warben sie für ihr Gewinnspiel, mit dem sie einerseits für ihr Filmprojekt "Wanted: Jesu" werben und andererseits einen Beitrag zu den Produktionskosten erwirtschaften wollten.

    "Die Zentrale" während der Dreharbeiten befand sich im Kirchturm. Zu erraten war deshalb, welche Gesamthöhe in Zentimeter die Ministranten erreicht hätten, wenn man den Höhenunterschied vom Kirchenraum bis zur "Zentrale" mit der Anzahl der Personen multipliziert, die die Wendetreppe hochgelaufen sind.

    Als Höhepunkt des Abends moderierte Pfarrer Lang eloquent und sehr unterhaltsam ein "Dalli-Klick-Spiel". Dieses hatten Claudia und Jürgen Beger vorbereitet. Zwei Mannschaften mit jeweils vier Personen aus dem Publikum mussten zeigen, wie gut sie sich in der weit verzweigten Seelsorgeeinheit Hardheim auskennen. Es wurden Detailaufnahmen aus den 14 Kirchen und Kapellen gezeigt, die es zu erkennen und den richtigen Ortschaften zuzuordnen galt. Die Preise waren - wie der ganze Beitrag - sehr originell: Die Siegermannschaft darf den ältesten Pfarrhaus-Weinkeller der Seelsorgeeinheit in Gerichtstetten besuchen, verbunden mit einer Weinprobe. Die andere Mannschaft besichtigt mit dem Pfarrer die Rütschdorfer Kapelle und kehrt anschließend im Schützenhaus ein.

    Auch die Gruppe "Lebensbaum" unter der Leitung von Jutta Biller hatte sich für den bunten Abend etwas Besonderes einfallen lassen: Nach einem weiteren Sketch der Ministranten erschien zunächst nur die Band auf der Bühne: Zwei Chöre wurden, sehr zur Freude der Zuschauer, kurzfristig aus den Reihen der Besucher gebildet. Diese mussten ihre Gesangskünste unter Beweis stellen. Als Dankeschön winkten ein goldener und ein silberner "Lebensbaum".

    Anschließend gab natürlich auch der richtige Chor "Lebensbaum" eine Kostprobe seines Könnens und sang gemeinsam mit den Besuchern "Unterwegs in eine neue Welt".

    Ein interessanter Programmpunkt während des bunten Abends der Vereine am Samstag war eine Bilderrückschau auf die Renovierung der Außenanlage des Pfarrheims. Die Power-Point Präsentation war von Ute Schäffer zusammengestellt worden. Ihr Vater August Schäffer, unter dessen Regie die Instandsetzungsarbeiten durchgeführt wurden, erklärte den Baufortschritt

    Zum Abschluss des offiziellen Programms betrat die ökumenische Lobpreisgruppe unter der Leitung von Simon Weller und Sonja Müller die Bühne. "Wie Paulus und Silas wollen wir mit unserem Gesang die Mauern zum Einsturz und die Leute zu Gott bringen", verdeutlichte die 2004 gegründete Gruppe musikalisch und in einer Spielszene ihr selbst gestecktes Ziel. i.E.

    © Fränkische Nachrichten - 18. September 2007