Bischof Merkel zu Besuch, verantwortlicher Leiter des Spiritanernachwuchses

    Hardheim. Bischof Meinrad Franz Josef Merkel von der Diözese Humaita in Brasilien befindet sich auf Heimaturlaub und wird am Freitag, 27. Juli, um 19 Uhr im Erftaldom eine heilige Messe zelebrieren.
    Die Seelsorgeeinheit Hardheim und der "Förderverein für die Missionsarbeit" laden anschließend zu einem Informations und Gesprächsabend mit Bischof Merkel ins Pfarrheim Hardheim ein.

    Der Spiritaner Meinrad Merkel wurde am 22. September 1944 in Hardheim geboren. In Erfeld war sein Vater Lehrer, der die Orgel spielte und auch während des Dritten Reiches in seiner Familie ein vorbildliches, christliches Leben führte. Acht Kinder, sechs Buben und zwei Mädchen, wuchsen zusammen in der Familie Merkel auf. Drei Brüder erhielten im Konvikt der Spiritaner in Buchen ihre Unterkunft und im dortigen Gymnasium ihre schulische Ausbildung, studierten Theologie, folgten ihrer geistlichen Berufung und wurden Priester.

    Während Prof. Carl Merkel Priester der Erzdiözese Freiburg ist, traten Norbert und Meinrad Merkel dem Orden der Spiritaner in Knechtstetten bei. 1971 wurde Bischof Merkel in Knechtstetten zum Priester geweiht und widmete sich anschließend der Mission in Brasilien. Als Seelsorger und lernte er dort die unterschiedlichsten Regionen des Landes Brasilien kennen.

    Am 26. Juli 2000 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof der Diözese Humaita ernannt und empfing am 15. Oktober des gleichen Jahres die Bischofsweihe. Seine Diözese liegt im südlichen Teil des Bundesstaates Amazonas. Sie ist etwa so groß, wie ganz Süddeutschland und ist mit nur 10 000 Menschen bevölkert. 70 Prozent leben in den Städten. Der Rest wohnt in vielen kleinen Dörfern entlang der Straßen und Flüsse.

    Wichtigster Transportweg ist die Straße nach Porto Velho und der Fluss Madeira. Bischof Merkel hat anlässlich des Hungermarsches um die Spende eines Fahrzeugs gebeten. Denn ohne das Hausboot, den Jeep, oder den Wagen für die Missionare ist bei diesen großen Entfernungen ihr Dienst nicht möglich.

    Wie die Seelsorge unter solchen Bedingungen organisiert werden kann, darüber wird Bischof Merkel im Hardheimer Pfarrheim erzählen und die erste Rate des Hungermarscherlöses aus der Hand des "Fördervereins für die Missionsarbeit" entgegennehmen. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. fgr