Anzeichen für einen innerlichen Umbruch in der PfarreiPfarrgemeinderat befasste sich mit dem Pastoralkonzept für die Seelsorgeeinheit Hardheim / Renovierungsarbeiten stehen anPfarrer Lang verband damit den Hinweis auf die unterschiedlichen Wege in den einzelnen Diözesen und erinnerte an das Konzept der pastoralen Leitlinien des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch, mit dem sich der Hardheimer Pfarrgemeinderat bereits zu wiederholten Malen beschäftigt hatte. Der Seelsorger wies in Verbindung damit darauf hin, dass der Erzbischof die von ihm aufgegriffenen Ziele konsequent weiter verfolgt und dass daher die Thematik Seelsorgeeinheiten und pastorale Leitlinien das Leben in der Erzdiözese in den nächsten Jahren bestimmen werden. In der Erzdiözese Freiburg werden dabei die bestehenden Strukturen allerdings nicht geändert. Man werde das Ziel verfolgen, die Pfarreien weiterhin lebensfähig zu erhalten und werde um enge Zusammenarbeit zwischen ihnen bemüht sein, ohne sie aufzulösen. Ziel sei die Umsetzung der pastoralen Leitlinien auf der Ebene der Seelsorgeeinheiten, erklärte Pfarrer Lang. Er verdeutlichte anschließend das Konzept für die Seelsorgeeinheit Hardheim mit den einzelnen dafür vorgesehenen Schritten bis zum Jahr 2009. Zunächst steht für das Jahr 2007 noch eine Bestandsaufnahme mit den damit verbundenen Überlegungen an, was im Leben der einzelnen Pfarreien noch intensiviert werden kann. Dabei müsse aber auch die Überlegung mit einbezogen werden, was unter Umständen an Bestehendem aufgegeben werden müsse. Im Hardheimer Pfarrgemeinderat hat man sich mit den Überlegungen zu den Schwerpunkten der Arbeit in der Pfarrgemeinde bereits beschäftigt, in den anderen Pfarrgemeinden muss man sich noch damit auseinanderzusetzen und auflisten, was es in der Pastoral gibt, was nötig ist, was fehlt und was unter Umständen künftig wegfällt. Der nächste Schritt sei dann die Zusammenführung der Ergebnisse durch eine Arbeitsgruppe der Seelsorgeeinheit. Der bestehende gemeinsame Ausschuss wurde mit Blick auf seine relativ große Zahl von Mitgliedern und auf die als notwendig erachtete effektive Arbeit nicht als ideal angesehen. Andererseits soll jede Pfarrgemeinde in der Arbeitsgruppe mit einem hauptamtlich in der Seelsorgeeinheit Tätigen vertreten sein. Das Gremium solle nicht zu groß sein, betonte Pfarrer Lang und ließ wissen, dass das Gremium dann die Ergebnisse der Pfarreien zusammenführen soll. Der Situationsanalyse im Jahr 2007 folgt 2008 die Entwicklung des Konzepts für die pastoralen Ziele der Seelsorgeeinheit durch die Arbeitsgruppe und die Diskussion der Ergebnisse in den einzelnen Pfarrgemeinderatsgremien. Schließlich muss 2009 das Ergebnis der Erkenntnisse in schriftlicher Form dem Dekan vorgelegt werden. Diese Vorlage ist nach der Genehmigung Richtschnur der künftigen Arbeit. Bereits am 25. Juni ist zur weiteren Weichenstellung eine Schulung der an dieser Thematik Interessierten durch das Dekanat vorgesehen. Daran werden sich Vertreter aus dem Hardheimer Pfarrgemeinderat beteiligen. Bei dem beabsichtigten Vorgehen geht es darum, die künftigen Schwerpunkte der Arbeit in der Seelsorgeeinheit zu erkennen und diese zu realisieren. Im Zusammenhang mit dieser Thematik betonte Pfarrer Lang auf, dass ein Umbruch festzustellen sei, der nicht übersehen werden dürfe. In diesem Zusammenhang zeigte er Anzeichen des innerlichen Umbruchs in der Pfarrgemeinde auf. Es gelte zu überlegen, wie dieser Entwicklung begegnet werden könne. Daher bezeichnete es der Pfarrer als wichtig, sich Gedanken über neue Wege zu machen. Darüber hinaus seien Auflösungstendenzen in den einzelnen Pfarrgemeinden zu beobachten, fuhr Lang fort, die unter anderem durch die verschiedenen Interessen der Gläubigen bedingt seien. Die werde Pfarrgemeinde werde künftig nicht mehr grundsätzlich die dominierende und bestimmende Institution sein. Es folgten die Berichte der einzelnen Ausschüsse. Pfarrer Lang teilte für den Stiftungsrat mit, dass Baumaßnahmen im Pfarrheim anstehen. Ein Notausgang aus der so genannten "Quelle" im Untergeschoss wurde als notwendig bezeichnet. Außerdem erfolgt die Sanierung der Außenanlagen (die FN berichteten). Pfarrer Lang zeigte sich sehr dankbar für die engagierte Mitarbeit fleißiger Rentner. Insgesamt etwa 32 000 Euro werden für die Maßnahmen benötigt, die bis zum Pfarrfest abgeschlossen sein sollen. Mit Hinweisen auf die bevorstehende Übergabe der neuen Außenanlagen des Kindergartens St. Franziskus schloss die Sitzung. z © Fränkische Nachrichten - 25.05.2007 |