Franz Greulich wird 70 - Ein Leben im Dienst aM Nächsten Ständiger Diakon / Feierliche Vesper zur Entpflichtung / Große Verdienste um die KolpingfamilieFranz Greulich ist keinesfalls so spröde, konservativ und weltfremd, wie man sich vielleicht einen "Kirchenmann" seiner Generation noch vorstellt: Er ist ein lebensfroher und lebensbejahender Mensch, der gerne lacht und gerne tanzt, freundlich und gesellig. Er kennt Höhen und Tiefen des Lebens, Alltagssorgen von Männern und Frauen, Kindern, Familien, Alleinerziehenden, Kranken, Behinderten und Bedürftigen. Schließlich hat Franz Greulich es sich zur Lebensaufgabe gemacht, ihnen - seinem diakonischen Schwerpunkt entsprechend - zu helfen. Er stellt sich ganz in den karitativen Dienst am Nächsten, wirkt ohne großes Aufsehen segensreich in aller Stille. Und das seit einigen Jahrzehnten. Er ist mit und an der Aufgabe gewachsen, stellt sie heute, als Pensionär, ganz in den Mittelpunkt seines Wirkens. Der Jubilar erblickte am 20. April 1937 als Sohn von Alois und Mina Greulich in Frankfurt das Licht der Welt. Nach den Bombenangriffen auf die Mainmetropole fand die Familie bei der Schwester des Vaters in Hardheim ein neues Zuhause. Sohn Franz absolvierte bei seinem Vater eine Lehre als Damen- und Herrenschneider. 1962 legte er in München die Meisterprüfung ab. Zwei Jahre später heiratete der Jubilar seine Frau Gisela, geborene Schappeler. Aus reinem Interesse, zunächst ohne konkretes Ziel, besuchte Franz Greulich ab 1968 mehrere theologische Kurse. Parallel dazu schloss er einen pädagogisch-didaktischen Kurs erfolgreich ab. Dadurch erhielt er eine zeitlich befristete Lehrerlaubnis für eine nebenberufliche Tätigkeit als Religionslehrer an der Haupt- und Realschule in Hardheim. Darüber hinaus ließ sich Franz Greulich im Dezember 1978 in Freiburg zum Ständigen Diakon weihen. Der Lehrumfang nahm kontinuierlich zu. Von 1977 bis 1984 unterrichtete der Jubilar katholische Religionslehre am BGB in Buchen. Als 1977 Alois Greulich starb, gab Sohn Franz seinen ursprünglichen Beruf ganz auf und löste die Schneiderei in der Jahnstraße auf, die er 1971 von seinem Vater übernommen hatte. Derweil wurden die Aufgaben in der Pfarrei immer umfangreicher, da ab 1983 die Pfarrgemeinden Bretzingen und Schweinberg von Hardheim aus mitverwaltet werden mussten. Deshalb schlug der damalige Pfarrer Johann Schäfer Franz Greulich vor, hauptberuflich im kirchlichen Bereich tätig zu werden, was dann auch 1986 durch die Ernennung zum hauptberuflichen Ständigen Diakon durch das Erzbischöfliche Ordinariat geschah. Seit es Pfarrgemeinderäte gibt, also seit 1969, gehört Franz Greulich diesem Gremium an, neuerdings auch dem Ständigen Ausschuss der Seelsorgeeinheit Hardheim. Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang. Federführend aktiv war der Jubilar bei der Gründung des ersten überregionalen "Diakonatskreises Walldürn" 1975, in dem er 28 Jahre als Sprecher fungierte. Über 20 Jahre lang gehörte er für die angestellten Lehrer dem Personalrat beim Staatlichen Schulamt Mosbach an. Franz Greulich leitet den ökumenischen Bibelkreis in Hardheim, hält als Diakon Wortgottesdienste und Kommunionfeiern, leitet Beerdigungen, Einweihungen und Tauffeiern, predigt und assistiert bei Messfeiern. Außerdem arbeitet er im Kreis-Caritasverband, in der Männerseelsorge und im Stadtmarketing-Ausschuss "Soziales" der Gemeinde Hardheim mit. Als Senior, Vorsitzender und bis heute Präses prägt Franz Greulich die Kolpingfamilie Hardheim seit einem halben Jahrhundert. Seine immensen Verdienste wurden durch entsprechende Ehrungen honoriert. Auch dem Laienspiel ist der Jubilar verbunden. Erinnert sei an sein Mitwirken als Fürstbischof beim historischen Spektakel zur Eröffnung des Josefsmarktes. Die Liste der "kleineren Posten" in diversen kirchlichen Vereinen ist lang. Besonders am Herzen liegen Franz Greulich die Hospizarbeit ("Sie ist am arbeitsintensivsten") und der Verein Dienst am Nächsten, den er als Vorsitzender leitet. "Momentan sind wir dabei, die sozialen Dienste neu zu organisieren", so der Jubilar im Gespräch mit den FN, denen er als treuer freier Mitarbeiter (Kürzel "fgr") seit rund 50 Jahren eng verbunden ist. Franz Greulich obliegt die Einteilung der Besuchsdienste für Neuzugezogene und das Krankenhaus, er besucht die Altersjubilare und hält wöchentlich Gottesdienste in der Senioren-Tagespflege und im Baulandhaus ab. Mit 70 will der Jubilar zwar nicht die Hände in den Schoß legen, aber kürzer treten und auf längere Sicht diverse Leitungsfunktionen abgeben. Privat ist Franz Greulich ein Familienmensch. Er geht gerne schwimmen, betreibt hin und wieder Jogging oder Nordic walking. Fotografieren stand früher auf der Hobbyliste ganz oben. Für den neuen Lebensabschnitt wünscht der Jubilar für sich, seine Frau, die vier Kinder und vier Enkel an erster Stelle Gesundheit. i.E. © Fränkische Nachrichten - 20.04.2007 Feierliche Vesper und "Entpflichtung"© Fränkische Nachrichten - 20.04.2007 Der nachfolgende Link ist für den Download RNZ Bildbericht zum gleichen Thema ------------------------------ Download
Diakon Franz Greulich - 70 Jahre -->
Dolmetscher des Wortes GottesFranz Greulich als Diakon im Zivilberuf offiziell entpflichtetDen Gottesdienst hielten Dekan Werner Bier und Pfarrer Franz Lang, assistiert von den Diakonen Greulich, Ertl (Buchen) und Depta (Seckach). Musikalisch wurde die Vesper vom Kirchenchor Bretzingen unter der Leitung seines Dirigenten Roland Schuh gestaltet. Dekan Bier skizzierte die wichtigsten Lebensstationen des Jubilars (die FN berichteten), erinnerte an Greulichs Tätigkeiten im karitativen wie im liturgischen Bereich als Religionslehrer, als erster Ständiger Diakon in der Region und erster Kommunionhelfer in Hardheim. Durch die Entpflichtung, zu der Dekan Bier ein Schreiben von Generalvikar Dr. Keck vorlas, wird Greulich von bisherigen Aufgaben entlastet. Als geweihter, ständiger Diakon, darf er allerdings auch in Zukunft auf Wunsch und in Absprache mit dem Pfarrer Dienste wahrnehmen, vergleichbar einem Priesterpensionär. 28 Jahre lang habe sich Greulich als Diakon mit seinen vielfältigen Gaben in der Seelsorge eingebracht und sei so zum Segen für viele geworden, würdigte der Dekan. Bier dankte Franz Greulich für dessen Arbeit und Einsatz für die Weiterentwicklung des Ständigen Diakonats. Er verglich Greulich mit Abraham, der sich von Gott rufen ließ und konsequent diesem Ruf folgte. "Auch Franz Greulich wollte und will den Menschen Dolmetscher des Wortes Gottes sein", im verkündeten Wort wie im praktischen Lebensalltag. Zum Abschluss des Vespergottesdienstes überraschte der Bretzinger Kirchenchor das tief bewegte Geburtstagskind mit einem Ständchen. i.E. © Fränkische Nachrichten - 23.04.2007 Der nachfolgende Link ist für den Download des FN Bildes von I.E ------------------------------ Download Feierliche Vesper zur Entpflichtung von Diakon Franz Greulich durch Dekan Werner Bier --> |