"Förderverein für die Missionsarbeit" zieht in Hardheim BilanzWahlen stehen anIn den Jahrzehnten zuvor hatten Claus Hamberger (Walldürn) und Karl Köhler (Hundheim) zusammen mit anderen Missionshelfern ein Hilfswerk aufgebaut, bei dem die Münsterschwarzacher Missionsbenediktiner Pate standen. Um öffentliche Unterstützung baten die Initiatoren zum ersten Mal 1983, als der Erlös des Pfarrfestes der Bundeswehrseelsorge diesem Zweck gewidmet war und bis zum Jahr 1987 genau 46 909 Mark für die Mission in Tansania erbrachte. Ab 1988 hatte Claus Hamberger die Hungermärsche "Wandern für die Anderen" ins Leben gerufen, die alljährlich für eine kontinuierliche finanzielle Unterstützung der "Schwestern unserer lieben Frau von Usambara" in Kwamndolwa in Tansania mit umgerechnet 295 416 Euro sorgten. Die Hilfe für die Schwestern steht auf drei Beinen. Neben dem "Wandern für die Anderen" ist es das Sammeln von Stipendien, die Claus Hamberger weiterhin betreut, und die Ausbildung sowohl der Schwestern, als ihrer Schüler ermöglicht. Das dritte Standbein der Missionshilfe ist der persönliche Einsatz als Entwicklungshelfer in der Freizeit. Hier ist besonders der Einsatz von Fachleuten gefragt, welche die zahlreichen landwirtschaftlichen Maschinen, den Fahrzeugpark, die Biogasanlage, den Viehstall, oder die Wasserversorgung intakt halten. Seit Januar 2007 ist Norbert Hamberger (ehemals Wassermeister in Neudenau) in Kwamndolwa damit beschäftigt, die Wasserversorgung neu zu sichern und die versandeten Brunnen wieder in Gang zu setzen. Mit Freude hat Anton Fach die Spende der Wallfahrer aus Köln in Höhe von 6800 Euro entgegen genommen, die mithelfen, die Materialkosten für Neuverlegung der Wasserversorgung aufbringen zu können. Auch Ludwig Brünner (Buchen) ist gerade von einem Einsatz in Tansania zurückgekehrt. Seit 1983 laufen diese Aktionen, bei denen viele Fachkräfte aus der Region ihr handwerkliches Geschick als Entwicklungshelfer unter Beweis stellen konnten. Anton Fach konnte aus den Beständen der Bundeswehr 250 Metallbetten mit Bettlaken für die St. Marys Secondary Schule in Lushoto beschaffen. Der Vorsitzende des "Fördervereins Mission" war in Köln dabei, als die sechs Fußcontainer gepackt und verladen wurden. Kürzlich erhielt er die Bestätigung vom Rektor der Schule, dass alles wohlbehalten angekommen ist. Am 24. April findet im Pfarrheim in Hardheim um 19 Uhr die Mitgliederversammlung des "Fördervereins für die Missionsarbeit" statt, bei der die Rechenschaftsberichte vorgelegt und der Vorstand neu gewählt wird. fgr © Fränkische Nachrichten - 13.04.2007 |