Kirchliche Sozialstation pflegt 200 Menschen

    Pflegedienstleiterin Schwester Martina stellte die Angebote in der Pfarrgemeinderatssitzung vor Hardheim. Zwei Schwerpunkte seiner Arbeit in dieser Legislaturperiode nahm der Hardheimer Pfarrgemeinderat in seinen Blick: Die Sorge um die diakonischen Dienste und die Glaubensverkündigung in der Seelsorgeeinheit. Gast war die Pflegedienstleiterin der kirchlichen Sozialstation, Schwester Martina, die die segensreiche Einrichtung der katholischen und evangelischen Kirche vorstellte.

    Den geistlichen Impuls gab Claudia Beger, welche die neue geschaffene Pfarrgemeinderatskerze vorstellte. Sie gedachte aller Räte, die sich in der fast 40-jährigen Geschichte der Institution in diesem Gremium eingebracht haben und aller, die das Leben der Pfarrgemeinde durch ihr aktives Tun bereichert haben. Künftig wird diese Kerze, die das Gleichnis vom vierfachen Ackerland zum Thema hat, bei allen Sitzungen ihr Licht verbreiten.

    Schwester Martina berichtete über die Arbeit der Kirchlichen Sozialstation, die im kommenden Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. 55 Mitarbeiter sind bei der Einrichtung beschäftigt. Täglich werden 200 Patienten zuhause besucht und jährlich etwa 900 Personen gepflegt. Pflege rund um die Uhr, Tagaus und Tagein, samstags und sonntags gehört zu den Aufgaben der Station, die sie mit Bravour löse.

    Erstaunt machten sich die Räte mit den vielfältigen Diensten und Begriffen bekannt: Behandlungspflege, Grundpflege, Verhinderungspflege, häusliche Kinderkrankenpflege, Tagespflege, hauswirtschaftliche Dienste, behindertengerechter Abhold- und Bringdienst, Arbeitskreis pflegender Angehöriger, Hauspflegekurse, Vortragsreihe über Sturzprävention, Dementenbetreuung, Menüservice, Pflegeberatung, Seelsorge und Trauerbegleitung und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Hospizgruppen. Erfreut nahmen die Räte zur Kenntnis, dass ihre Einrichtung schon zweimal für das Qualitätsmanagment ausgezeichnet wurde, das es alle vier Jahre neu zu erringen gilt.

    Bernhard Berberich bedankte sich bei Schwester Martina dafür, dass die Kranken bei der kircheneigenen Einrichtung in guten Händen seien.

    Diakon Greulich berichtete vom Arbeitskreis Soziales. Nach dem "Abend der sozialen Dienste" werden zurzeit die Möglichkeiten ausgelotet, die Geworbenen mit den verschiedenen Arbeitsfeldern bekannt zu machen. Über diesen Kreis hinaus spreche man weitere Personen an, um sie für soziale Dienste zu gewinnen. Die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Diensten, die das ehrenamtliche Engagement übersteigen, mache neue Überlegungen nötig, die mit den zuständigen Fachleuten im Arbeitskreis "Soziales" auf der Tagesordnung stehen werden.

    Claudia Beger stellte ihren neuen Ansatz in der Erstkommunionvorbereitung in der Seelsorgeeinheit vor. Ausgehend vom Wunsch der Eltern, mehr in die Vorbereitung ihrer Kinder einbezogen zu werden, hat sie zwei Themenvormittage entworfen, an denen die Eltern mit ihren Kindern "Jesus als die Quelle des Lebens" entdecken und sich mit dem Thema "Buße, Beichte, Umkehr, Versöhnung" bekannt machen konnten. Diese Tage fanden eine gute Resonanz, wobei sich auch die Väter angesprochen fühlten und sich in die Veranstaltung einbrachten. Nach den guten Erfahrungen dieses Jahres will Claudia Beger dieses Projekt im kommenden Jahr wiederholen.

    Bernhard Berberich berichtete vom "Gemeinsamen Ausschuss" dass die neue Vorsitzende Michaela Breitinger-Leiblein aus Bretzingen ist. Pfarrer Klemens Armbruster, der Verantwortliche für die Evangelisierung in der Erzdiözese Freiburg, wird am 29. November nach Hardheim kommen, um mit den Räten zu erörtern, welche Form eines Glaubenskurses für die Seelsorgeeinheit sinnvoll sei. Mit dem Pfarrfest vom 15. bis 17. September wird wiederum eine Ausstellung im Spielsaal des Pfarrheims verbunden sein. Jede der fünf Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit hat die Möglichkeit, ihr Eigenleben auf einer Plakatwand darzustellen. Darüber hinaus werden Gemeinsamkeiten, Aktionen, welche die ganze Seelsorgeeinheit betreffen auf einer Stellwand dargestellt. Zum Vorbereitungskreis gehören neben Pfarrer Lang Monika Bischof, Claudia Beger und Sieglinde Böhrer.

    Matthias Schiller berichtete über die Arbeit des Liturgiekreises. 15 Interessenten waren anwesend, als es um die Neugestaltung des Totengebetes ging. Aus den erarbeiteten Vorschlägen, wird ein vorläufiges Konzept allen Vorbetern zu Verfügung gestellt. Clemens Balles gab bekannt, dass das KJG-Zeltlager vom 29. Juli an in Vellberg bei Schwäbisch Hall stattfinden wird. An die Pfarrgemeinderatsitzung schloss sich eine nichtöffentliche Stiftungsratsitzung an. fgr

    © Fränkische Nachrichten - 30.03.2007