Kirche bleibt Träger des KindergartensTrägerschaft von St. Franziskus endlich geklärt - Einvernehmliche Lösung gefunden - Hortbetreuung für Grundschüler wird eingerichtet.Auszug aus dem Bericht von Rüdiger Busch Hardheim. Lange hat das Thema Eltern, Kinder Erzieherinnen, Pfarrgemeinde, Verwaltung und den Gemeinderat beschäftigt und zu teils heftigen Diskussionen geführt. Nun ist endlich eine Lösung gefunden, mit der wohl alle Beteiligten zufrieden sein können: Die Trägerschaft des Kindergartens St. Franziskus obliegt künftig der katholischen Pfarrgemeinde St. Alban. Gemeinde und Kirchen haben sich nun auf eine Zusatzvereinbarung einigen können, nachdem der im Sommer letzten Jahres vorgelegte Vertragsentwurf der Gemeinde von der Kirche abgelehnt worden war. Bürgermeister Heribert Fouquet informierte in der Gemeinderatsitzung am Montagabend über die einvernehmliche Lösung. "Ich bin froh, dass es doch noch so gekommen ist" , erklärte Pfarrer Franz Lang gestern im Gespräch mit der RNZ. Der Pfarrer zeigte sich sehr zufrieden mit der jetzt gefundenen Lösung. Zur Vorgeschichte: Bereits vor über zwei Jahren waren Planspiele der Gemeinde bekannt geworden, eventuell die Trägerschaft des Kindergartens St. Franziskus, der in der Alten Schule untergebracht ist, zu übernehmen. Finanzielle und organisatorische Vorteile hatte man sich davon versprochen. Nachdem es jedoch von Eltern- und Kirchenseite Widerstand gab, hatte sich der Gemeinderat im letzten Jahr dazu entschieden, die Trägerschaft der Einrichtung weiter der Pfarrgemeinde zu überlassen. Eine im Vertragswerk vorgesehene Zusatzvereinbarung, hatte jedoch dazu geführt, dass die Kirche den entsprechenden Vertrag nicht unterzeichnete: Die gemeinde wollte darin festschreiben, dass eine eventuelle Gruppenschließung im Gemeindegebiet zwingend im Kindergarten St. Franziskus durchzuführen wäre. Dieser strittige Passus wurde nun geändert. Stattdessen heißt es in der Vereinbarung, dass von einer eventuellen Gruppenschließung bei einem Rückgang der Kinderzahl kein Kindergarten im Gemeindegebiet von vornherein ausgeschlossen ist. Im Rahmen der Bedarfsplanung soll im Fall der Fälle eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Zudem wurde festgelegt,, die Kooperation zwischen dem Gemeindekindergarten "Kindervilla Kunterbunt" und dem Kindergarten St. Franziskus zu intensivieren.So sollen die weiterführenden Betreuungsangebote beider Einrichtungen aufeinander abgestimmt und die Zusammenarbeit in allen Bereichen verbesserte werden, erläuterte Hauptamtsleiter Lothar Beger gestern auf Anfrage der RNZ. Da der Kindergarten St. Franziskus zum neuen Kindergartenjahr in die neuen Räumlichkeiten auf dem ehemaligen Postareal umzieht, wurde in der Zusatzvereinbarung auch festgeschrieben, dass ein Konzept entworfen werden muss, um die dort angestrebte Begegnung zwischen Jung und Alt (Kindergarten und ASB Pflegeheim) mit Leben zu erfüllen. Des Weiteren wurde festgelegt, dass der im neuen Kindergarten vorgehaltene Mehrzweckraum anderen Organisationen zum Beispiel für Gymnastikstunden zur Verfügung gestellt werden muss. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der beiden Einrichtungen wurde geschaffen" betonte Bürgermeister Fouquet, der abschließend der Kirche für das Konstruktive Miteinander dankte. © RNZ– 02.03.2005 |